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Zum Ende der Seite springen Machno Bewegung
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q.mar


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wir schweifen ab, und ich trag jetzt noch das meinige dazu bei:

ak:

Zitat:
welche merkmale weißt der kapitalismus heute auf? und ist der kapitalismus wie er jetzt ist mit der Naziideologie zu vereinbaren.


also da wren privateigentum an produktionsmitteln (check), daraus folgt die lohnarbeit (check), das wertgesetz (check), der (national)staat, zur wahrung des eigentums (check)... *weitere beispiele hinzuf?gen*
hmm, also inwiefern soll jetzt der faschismus nichts mit kapitalismus zu tun haben?



chuck (leider nicht norris):

Zitat:
wie steht ihr eigentlich dazu: gibt es eigentum, weil es gesetze gibt, oder gibt es gesetze, weil es eigentum gibt?


schwer zu sagen (huhn oder ei?). ich würde mal dazu tendieren, dass das eigentum zuerst war, und zwar deshalb:
durch die urspr?nglich akkumulation wurden die bauern etc. enteignet, ihre produktionsmittel wurden gewaltsam zu privateigentum gemacht, um sie so zu lohnabhngigen arbeitern zu machen. dass es für diesen prozess eine gesetzliche grudnlage gebraucht/gegeben htte, wr mir neu/entzieht sich meiner kenntnis.
oder wie?

__________________
Es gehört doch zur Grundausstattung bürgerlicher Legitimationsideologien, jeden Scheißdreck noch als Chance zu verkaufen. (antarctic.)
20.08.2007 22:44 q.mar ist offline E-Mail an q.mar senden Beiträge von q.mar suchen Nehmen Sie q.mar in Ihre Freundesliste auf
AK
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Zitat:
Original von q.mar
wir schweifen ab, und ich trag jetzt noch das meinige dazu bei:

ak:

Zitat:
welche merkmale weißt der kapitalismus heute auf? und ist der kapitalismus wie er jetzt ist mit der Naziideologie zu vereinbaren.


also da wren privateigentum an produktionsmitteln (check), daraus folgt die lohnarbeit (check), das wertgesetz (check), der (national)staat, zur wahrung des eigentums (check)... *weitere beispiele hinzuf?gen*
hmm, also inwiefern soll jetzt der faschismus nichts mit kapitalismus zu tun haben?






Ich stelle mal die These auf, dass die traditionellen Nationalstaaten eben nicht mit dem derzeitigen Kapitalismus kompatibel sind, sondern eher Hemmnisse seiner Entwicklung darstellen. Die anderen Punkte würde ich ja fast bejahen, wenn da nicht wre, dass z.B. der Arbeitsmarkt nicht frei ist, sondern eben kooperativistisch verfasst.

Und dass Kapitalismus nichts mit Faschismus zu tun htte, dass habe ich nicht behauptet (wo denn? Belege!). Ich habe nur darauf hingewiesen, dass der Nexus zwischen Kapitalismus und Faschismus keineswegs so geradlinig ist, wie hier von manchen behauptet. Der Kapitalismus schafft immanent die Bedingungen, unter denen es zum Faschismus kommen kann - zwangslufig ist das nicht und antikapitalistisch ist nicht zwangslufig ein Synonym für antifaschistisch.
20.08.2007 22:55 AK ist offline Beiträge von AK suchen Nehmen Sie AK in Ihre Freundesliste auf
Ryan Cox


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Solange die Begriffe nicht geklrt sind, ist diese Diskussion weitgehend untauglich.
Was soll denn der Nexus zwischen Kapitalismus und Faschismus genau sein? Du suggerierst da einen Bruch in der Struktur der Gesellschaft, wo zuallererst mal bloss ein politischer Bruch stattfindet. Wieso fasst du den Faschismus nicht als autoritren kapitalistischen Verwertungsmodus. Das lge doch auf der Hand, wo die Grundlegenden Kategorien wie Warenproduktion, Wert und Privateigentum an Produktionsmitteln nicht angetastet wurden! Diese Tatsache verklären die etwas kl?geren Antideutschen wenigstens zu einer «negativen Aufhebung des Kapitalismus auf seiner eigenen Grundlage», weil sie die «Zivilisation» retten wollen als zu Verteidigendens ganz anderes im Gegensatz zum Faschismus. Das Wesen der faschistischen Transformation der Gesellschaft ist doch erstmal einfach eine politische: Die Macht geht in die Hnde der Faschisten über, welche wiederum von der Funktion der Kapitalakkumulation und damit indirekt von der Bourgeoisie abhngig bleibt, gleichzeitig aber ihrem eigenen ideologischen Kurs folgt (Da kann man den Begriff der Dialektik dann tatschlich mal sinnvoll benutzen). Du kannst dir am Beispiel von Deutschland sehr schön anschauen, wie die Nazis den Kapitalismus(!) dadurch retten, dass sie die defizitren Teile des deutschen Kapitals durch eine unglaubliche Staatsnachfrage nach Kriegsmateriel und Infrastruktur querfinanzieren und den absoluten Mehrwert ankurbeln um die Profitraten wieder in den gr?nen Bereich zu hieven. Gleichzeitig - und das verwirrt die meisten Antideutschen, die weder Sohn-Rethel gelesen noch von politischer Ökonomie einen blassen haben - ziehen die Nazis ihr von den materiellen Anforderungen relativ entkoppeltes* ideologisches Ding durch (und an Auschwitz verliert dann die Verselbstndigung der Ideologie vollstndig ihre rationale R?ckkoppelung und gert zum Mordbrennen bis zum Untergang). Diese ideologische Ebene verleitet dann aber bl?derweise Leute wie AK dazu, dass sie die grundlegende gesellschaftliche Struktur unter all dem v?lkischen Brimborium und den tatschlich ideologisch begr?ndeten Grueln aus den Augen verlieren!

* Da gibt es aber immer ein Korrigendum in der Tatsache, dass sie den Laden unter kapitalistischen Bedinungen - will heissenunter den Bedinungen der Wertverwertung - am Laufen halten müssen (es gibt unzhlige Beispiele für die Virulenz dieser Tatsache, bekannt ist die am 30. Juni 1934 erfolgte Liquidierung des von den Antideutschen - und hier von AK47 - als so wesentlich hervorgehobenen «sozialrevolutionren» Fl?gels)

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Ryan Cox: 21.08.2007 01:39.

21.08.2007 01:35 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
AK
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Gut dann hole ich etwas weiter aus:

Wenn wir von Faschismus sprechen, dann müssen wir uns eben am Vorhandenen orientieren, also den historischen Formen (alles andere wre Spekulation und damit irrelevant). Und dabei würde ich dringend die Unterscheidung zwischen Faschismus als sozialer Bewegung und dem Faschismus an der Macht unterscheiden. In der Phase der Bewegung ist der Faschismus durch eine eklektische Rhetorik geprgt, die allen alles verspricht. Antiliberaler, antib?rgerlicher und antisemitischer Pathos verbinden sich mit antikapitalistischen Forderungen. Worin äußert sich dieser Antikapitalismus? Darin, dass eine Verstaatlichung bzw. staatliche Lenkung der Schl?sselindustrien gefordert wird, darin dass Arbeit für alle versprochen wird, darin dass die Verwerfungen der Moderne durch ein Gesellschaftsmodell abgel?st werden sollen, das sich weitestgehend an einer nach dem Führer-Gefolgschaftsprinzip geordneten Stndegesellschaft orientiert.

Abgelehnt werden die Verwerfungen eines "entfesselten Kapitalismus" der liberal, grenzenlose und entwurzelt erscheint. Doch an die Stelle einer fundierten und funktionalen Analyse tritt die simplifizierende Unterscheidung in "schaffendes" und "raffendes" Kapital - das "Schaffende" als Sinnbild der ungeheueren Produktivkrfte, das "Raffende" als Sinnbild der daraus resultierenden Verwerfungen. Die Versprechung des Faschismus ist die Aufhebung der Widerspr?che ohne den radikalen Bruch.

An der Macht zerschlgt der Faschismus zunchst die Arbeiterorganisationen, dann die freien Mrkte und letztlich im Krieg auch die Unabhngigkeit der Unternehmen. Es entstehen Großkonzerne, die vom Staat gelenkt für den Staat und dessen Welterboerungskrieg produzieren.

Ist das was wir in der Hochphase des Faschismus vorfinden noch Kapitalismus? Ja und nein. Zwar bestanden Wertgesetz und Lohnarbeit fort, doch existierte kein freier Markt mehr - ein genauso dominantes Merkmal kapitalistischer Produktionsweise und von Privateigentum an Produktionsmitteln kann ebenfalls vollumfnglich keine Rede mehr sein. An die Stelle von privatwirtschaftlichen Unternehmen treten staatswirtschaftliche Unternehmenskomplexe, in denen der Unternehmer quasi zum Manager wird, der weisungsgebunden den Produktionsprozess organisiert. Die freie Lohnarbeit existiert ebenfalls nicht mehr, sie wird ersetzt durch kooporativistische Organisationen wie die DAF. Womit ein weiteres Merkmal des Kapitalismus wegfallen würde.

Worin besteht nun also der kausale Nexus zwischen Kapitalismus und Faschismus? Er besteht zumindest nicht in einer stringenten kausalen Kette - erst recht nicht einer ?konomistisch begr?ndeten - von Kapitalismus hin zum Faschismus. Es ist mutlikausaler also schwieriger. ;)

Der Faschismus kn?pft an historisch gewachsene Strukturen (Rassismus, Judenhass) an, und verkn?pft sie mit anderen Versatzst?cken zu einer Ideologie, die als Erklärungsmuster für die Verwerfungen der Moderne (Krisen des Kapitalismus) herangzogen wird. Er modifiziert den Kapitalismus bis er keiner mehr ist - und ermöglicht ihm nach dem Zusammenbruch ein Wiederaufbl?hen. In gewisserweise erzwingt der Faschismus sogar Modernisierungsprozesse. Makrohistorisch übrigens eine interessante Parallele zur Sowjetunion.
21.08.2007 02:35 AK ist offline Beiträge von AK suchen Nehmen Sie AK in Ihre Freundesliste auf
Ryan Cox


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Die ersten beiden Abstze müssen wir gar nicht diskutieren, du siehst doch bestimmt selbst ein, dass die Frage nach der Differenz von Faschismus und Kapitalismus als Gesellschaftsformationen nur sehr wenig mit der faschistischen Bewegung vor der Machtergreifung und der anschliessenden Zerschlagung ihrer kapitalinkompatibeln Fraktionen zu tun hat. Ich weiss auch nicht genau, warum du die faschistische Phraseologie hier im Detail aufzhlst, wo ich doch eine weitgehende eigendynamik der ideologischen Komponenten besttigt habe. Ich werde entsprechend bloss auf die Punkte eingehen, welche für die zentrale Frage wesentlich sind, die da lautet: Ist der Faschismus auf sozio-?konomischer Ebene qualitativ vom Kapitalismus zu unterscheiden oder stellt er im Gegenteil bloss eine autoritative Form des Kapitalismus dar?

Ich schrieb vorher, dass man sich, um zu streiten über die Begrifflichkeiten im klaren sein muss, war hier bedeutet, dass man klarstellen muss, was Kapitalismus überhaupt ist. Du sagst:

Zitat:
existierte kein freier Markt mehr - ein genauso dominantes Merkmal kapitalistischer Produktionsweise und von Privateigentum an Produktionsmitteln kann ebenfalls vollumfnglich keine Rede mehr sein. An die Stelle von privatwirtschaftlichen Unternehmen treten staatswirtschaftliche Unternehmenskomplexe, in denen der Unternehmer quasi zum Manager wird, der weisungsgebunden den Produktionsprozess organisiert. Die freie Lohnarbeit existiert ebenfalls nicht mehr, sie wird ersetzt durch kooporativistische Organisationen wie die DAF. Womit ein weiteres Merkmal des Kapitalismus wegfallen würde.


Der Kapitalismus zeichnet sich dadurch aus, dass sich in ihm Reichtum als Wert darstellt und zu dessen Akkumulation Waren hergestellt werden. Das ist der Kern des Kapitalismus: die Verwertung des Werts zum Zwecke der Akkumulation. Ob dieser Vorgang nun von Privatproduzenten bewerkstelligt wird, von staatlichen Managern für gewisse Bereiche geregelt wird (wie in der Sozialdemkratischen Hochphase) oder letztlich von staatlichen Instiutionen überwacht wird (wie in grossteils in der Sowjetunion), das spielt eine untergeordnete Rolle, der Zwang zur Akkumulation bleibt allerorts bestehen und damit ist der Zweck der Produktion vorbestimmt. Das ist mal eine Bestimmung, die vorgenommen werden muss, wenn man darüber diskutieren will, ob etwas kapitalistisch ist, oder nicht (Das ist in der Beurteilung der SU vorallem wichtig).

Es steht um deine wackeligen Thesen aber noch schlimmer:
Im deutschen Faschismus war noch nichtmal der Markt abgeschafft, das ist Bl?dsinn. Das kann man bei Leuten nachlesen, die zu Beginn des NS noch in Wirtschafts-Think-Tanks gearbeitet haben. Es gab natürlich den Versuch des Staates mittels Planunsstben sowohl die Kapitalseite als auch über die DAF die Arbeiterschaft zu verstaatlichen. Was bei der DAF aber lediglich die Ersetzung von Gewerkschaft und staatlicher Arbeiterhilfe war (Lohnarbeit war natürlich immer noch der Regelfall: Arbeitskraft gegen Lohn), das war auf der Ebene des Kapitals bloss die staatliche Regulierung über die Plne und die Absprache mit den Besitzern der Produktionsmittel (Es gab Ausnahmen wie die G?ringwerke, die direkt staatliche kontrolliert wurden, aber das gros war in privater Hand). Du bastelst aber aus Staatsauftrgen und der staatlichen Nachfragepolitik eine staatliche Beherrschung des Produktionsprozesses, was freilich bl?dsinn ist. Unter diesen Prmissen m?sstest du auch den Kenysianismus als ausserkapitalistische Geschichte behandeln. Da sind der liberalen Ideologie eben noch mehr Leute auf den Leim gegangen, als man im ersten moment glaubt: Der idealtypische freie Markt war nie Realitt, der Eingriff des Staates war immer wesentliches Moment des Kapitalismus. Nur weil dieser Eingriff eine andere politische Form annimmt, wird dadurch der oben beschriebene Kern des Kapitalismus noch lange nicht in Frage gestellt.

Zitat:
Worin besteht nun also der kausale Nexus zwischen Kapitalismus und Faschismus? Er besteht zumindest nicht in einer stringenten kausalen Kette - erst recht nicht einer ?konomistisch begr?ndeten - von Kapitalismus hin zum Faschismus. Es ist mutlikausaler also schwieriger.


Den Kausalen Nexus überlasse ich Herrn Nolte und seinen Sch?lern.
Du gehst einfach über meinen Einwand hinweg, wenn ich sage, dass es schon eine Behauptung ist, dass der Kapitalismus zum Faschismus überging. Vielmehr ndert der Kapitalismus seine politische Form und entsprechend sind die Kontinuitten (übrigens auch vom Faschismus in die postfaschistische Gesellschaft) für das Wesen des Kapitalismus und des Faschismus interessanter als die stndig bem?hten Differenzen. Natürlich sind die b?rgerliche Demokratie und der Faschismus zwei unterschiedliche paar Schuhe, dann soll man aber auch von den politischen Formen sprechen und nicht Kapitalismus und Faschismus als Kategorien einander gegenüberstellen und so tun als wre das eine identisch mit der b?rgerlichen Gesellschaft (welche umgekehrt natürlich nur unter kapitalistischen Bedingungen existieren kann) und das andere mit dem völlig anderen, mit der Barbarei (wobei der Faschismus eben auch nur unter den Bedinugen kapitaler Vergesellaschftung und Produktion aufgetreten ist).
21.08.2007 04:07 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
downburst
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Zitat:
Original von AK47
Zitat:
Original von downburst




deng: ich behaupte nicht dass kommunismus in der theorie hnlich wie der kapitalismus ist und m?chte deshalb jetzt auch weniger auf der wertigkeit von waren zu sprechen kommen! ich wollte darauf hinaus dass im kommunismus die menschen nicht weniger als im kapitalismus unterdr?ckt werden



m?sstest schon konkreter werden. so ist die aussage halt schlicht falsch.


hab ich schon gemacht


Zitat:
Original von downburst
ich glaube nur dass in dem weg der zum kommunismus f?hren soll bei dem autoritre strukturen allzuoft reproduziert werden die gefahr besteht dass einzelne menschen macht bekommen die sie dann gegen emanzipatorische ideen einsetzen


ergnzend noch: es ist doch sicherlich so dass auch im trotzkismus in der basis leue sind die ihre f?hrung unterst?tzen aber durchaus eine l?bliche vorstellung von kommunismus haben was die gefahr eines kommunistischen aufstands ausmacht
da können andere kommunistische oder libertre projekte drunter leiden
(ich hoffe du verstehst was ich meine - ich m?sste eigentlich noch viel weiter ausholen bin aber gerade im real life zu beschftigt)

Zitat:
Original von Deng
Zitat:
es mag moralisch sein wenn man hervorhebt dass es grenzen der gewalt gibt die auch in einem revolutionskrieg nicht überschritten werden sollten aber auch wenn die zeit der machnobewegung sicherlich eine der kriegsreichsten und damit brutalsten war ist die greuel der roten armee unter trotzki es durchaus wert hervorgehoben zu werden zumal die machnobewegung selbst eine revolutionre bewegung war und die "kommunisten" aus reinen machtinteressen diese zerschlugen

Wo ist der Unterschied zwischen "reinen Machtinteressen" und revolutionren Interessen? Du sagst ja selbst, dass die AnarchistInnen den Kommunismus auch bekmpfen werden m?sse im Falle einer Revolution. Das wre doch dasselbe in Gr?n, oder?


nein!
"revolutionre interessen" können macht durchaus in frage stellen
und natürlich müssen "feinde" einer revolution bekmpft werden aber gerade am beispiel machno zeigt sich doch ganz klar dass die kommunisten die rolle der konterrevolution gespielt haben

Zitat:
Original von Gebull
Zitat:
zumal die machnobewegung selbst eine revolutionre bewegung war und die "kommunisten" aus reinen machtinteressen diese zerschlugen

nicht überall wo revolution drauf steht ist auch revolution drin. und wenn muss das nicht unbedingt meine revolution sein.


ja und die handlungsweise der roten armee war zumindest in der ukraine schlicht konterrevolutionr wenn sie das revolution genannte haben ist es schlicht nicht meine revolution weil ich doch die freiheit des individuums zu sehr w?nsche als dass ich an dieser form der fremdherrschaft etwas finden könnte

Zitat:
Original von Genosse36
wieso werden eigentlich die Antisemitischen Massenmorde der Machno-bewegung hier nicht erwhnt? Machen bloss Stalinisten fehler und Anarchisten waren grundgut?


wo du in der ukraine stalinisten sahst - keine ahnung - aber egal

es ist ein fakt dass es in der machnobewegung antisemitismus gab man muss jedoch auch erwhnen dass durchaus dagegen angekmpft wurde
antisemitismus war in der zeit ein "trend" der weit verbreitet war es war keine eigenschaft der machnobewegung sondern wurde in ihr sogar bekmpft
das macht antisemitische tendenzen natürlich nicht gut aber es ist schlichtweg falsch es der machnobewegung anzukreiden wo er auch schon vorher in der gesellschaft weitverbreitet war und nur durch nen anarchistischen aufstand dieses nicht direkt aus allen k?pfen ist...

aber props hab auch schon auf den einwurf gewartet

__________________
für ihren weiteren Lebensweg noch alles Gute

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21.08.2007 16:50 downburst ist offline Beiträge von downburst suchen Nehmen Sie downburst in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von downburst
nein!
"revolutionre interessen" können macht durchaus in frage stellen
und natürlich müssen "feinde" einer revolution bekmpft werden aber gerade am beispiel machno zeigt sich doch ganz klar dass die kommunisten die rolle der konterrevolution gespielt haben

Nein in keiner Weise. Du drehst das doch nur so, wie es dir passt. Wo ist denn das Argument bei "am beispiel machno zeigt sich doch..".
(egal wie rum: ich kann am Ende sagen: "ihr habt den krieg verlor'n, ihr habt den krieg verlor'n ihr habt ihr habt den krieg verlor'n..." hihi)
21.08.2007 18:21 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
laylah
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Zitat:
Original von Deng

Nein in keiner Weise. Du drehst das doch nur so, wie es dir passt. Wo ist denn das Argument bei "am beispiel machno zeigt sich doch..".
(egal wie rum: ich kann am Ende sagen: "ihr habt den krieg verlor'n, ihr habt den krieg verlor'n ihr habt ihr habt den krieg verlor'n..." hihi)


du legst ja nicht zufllig ein asoziales diskussionsverhalten an den tag oder?
und nur weil du dir immer alles zurecht legst wie es in dein reaktionr kommunistisches weltbild passt mach ich das noch lange nicht
ich argumentiere im gegensatz zu dir - du versuchst bloß mit mittelmßigen spr?chen mich totzudiskutieren wahrscheinlich weil du argumentativ nichts (mehr) zu sagen hast

das argument bei "aber gerade am beispiel machno zeigt sich doch ganz klar dass die kommunisten die rolle der konterrevolution gespielt haben" liegt in dem was hier schon in dem topic steht (muss ich echt alles 1000fach wiederholen damit ihr es versteht wobei dir geht es ja gar nicht ums verstehen du willst nur alles was sogenannte kommunisten gemacht haben verteidigen und heisst sogar massenmord gut wenn es einer kommunistischen diktatur hilft)
.......
die machnobewegung hatte ne übereinkunft mit den trotzk?ppen dass sie gemeinsam gegen ihren gemeinsamen feind (wrangel) kmpften dadurch kam die rote armee weit in das gebiet der machnobewegung rein was sie nach dem sieg gegen wrangel zum massaker an der machnobewegung und zivilbev?lkerung nutzten (über 90% der landbev?lkerungen wurde abgeschlachtet) dass die machnobewegung kein interesse hatte der russischen reaktion hm -revolution irgendwie gefhrlich zu werden zeigt auch die tatsache dass die machnobewegung lebensmittel welche zu der zeit in der ukraine im überfluss produziert wurden whrend der gr?ßten krise der "russischen revolution" nach moskau geschickt hatten und die bev?lerung dort evt. vor dem hungertod gerettet hatten
vor der tatsache halte ich es argumentativ für belegt dass die kommies die rolle der konterrevolution spielten

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Deine "Argumente" -also die Mindermeinungen aus anarchistischen Kleinverlagen- finde ich halt nicht überzeugend. Finde dich damit ab. bsp:
90% der Landbev?lkerung "abgeschlachtet"? Also abgesehen davon, dass das 90% derjenigen sein müssen, die dieser Machno und seine Personenkultisten am Leben ließen drngt sich mir schon allein daher der Zweifel auf, weil in einer dermaßen lndlich geprgten Region der Verlust von 90% der Menschen im Angesichts der vielen schlimmen "Hungerkatastrophen" und "Suberung" die noch whrend der 20er und 30er Jahre über die Ukraine hereinbrachen (vergessen wir noch dazu den 2. Weltkrieg nicht) es nach 1945 vielleicht noch geschtze 5 Ukrainer htte geben müssen.
22.08.2007 00:31 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
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ich htte vielleicht schreiben sollen 90% der bauern die in dem von der machnobewegung kontrollierten teil der ukraine lebten aber die zahl hatte ich aus nem buch von so nen anarchistischen kleinverlag welches ich seit ner zeit verliehen hab (weis nichtmehr an wem) also lassen wir das mal
aber zu diesen anarchistischen minderheitsmeinungen: diese haben sich generell als ziemlich glaubw?rdig erwiesen bei besser historisch aufarbeiteten konflikten als der machnobewegung an denen anarchisten beteiligt waren zeigt sich dass die berichte der anarchisten am nhsten von allen konfliktparteien an der wahrheit dran waren
aber zu "Also abgesehen davon, dass das 90% derjenigen sein müssen, die dieser Machno und seine Personenkultisten am Leben ließen":
das kann man wohl mit ziemlicher sicherheit sagen dass unschuldige von der machnobewegung nichts zu befürchten hatten

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Lampe Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Was natürlich voraussetzt das dieser Machnow bei der Errichtung seiner "freien Gesellschaft" sehr genau wusste, wer "schuldig" und wer "unschuldig" war.
22.08.2007 01:02 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
Ryan Cox


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Zitat:
Mindermeinungen (...) Kleinverlagen


Wer auf Seiten der chinesischen Regierung steht, der...
22.08.2007 02:23 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
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... hat Millionen hinter sich =)
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Genosse36


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Millarden, Homie, Millarden und die wissenschaftliche Methode.....

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Auf dem Weg zur Welthauptstadt veranstalten Politik, Wirtschaft und Privatunternehmen einen ökonomischen Blutpogo in der Innercity. (NEA)
22.08.2007 12:11 Genosse36 ist offline E-Mail an Genosse36 senden Beiträge von Genosse36 suchen Nehmen Sie Genosse36 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Deng
Was natürlich voraussetzt das dieser Machnow bei der Errichtung seiner "freien Gesellschaft" sehr genau wusste, wer "schuldig" und wer "unschuldig" war.


befehlshaber von armeen,... die gegen die machnobewegung kmpften wurden bspw. umgebracht allerdings diejenigen die nur dieser armee angehörten wurden freigelassen

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Zitat:
Dann sag mal brav die Fraktionen in Ungarn '56 daher, ich wr mal gespannt, welche Gruppen du da alles dem Nationalismus zuschlgst. Dass es sich bei der obigen Aussage um ne völlige Verk?rzung handelt, das ist vorausgesetzt!


Na, diejenigen, die mit ungarischer Fahne auf die Straße gegangen sind! big grin
Trotz meiner großen Sympathie für G. Lukács, war das eine überfl?ssige Aktion bei der sich nur das imperialistische Westdeutschland die Hnde gerieben hat. Deshalb diese richtige Antwort der Sowjetmacht!
22.08.2007 17:46 Stalingrad43 ist offline E-Mail an Stalingrad43 senden Beiträge von Stalingrad43 suchen Nehmen Sie Stalingrad43 in Ihre Freundesliste auf
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Ja, das wird halt viel zu oft übersehen, dass der großangelegte Lynchmord an KommunistInnen durch die von Reaktionren aufgestachelten Massen eben auch eine Komponente des internationalen Klassenkampfes war. Und da ist es dann leider egal, in wie weit das ganze auf die Fehler der Partei zur?ckzuf?hren ist.
22.08.2007 17:49 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
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hippie-sozialisten w?nschen sich das ende des b?se, b?se, b?se "staatskabitalismus" (friedrich pollock) halt etwa in der art herbei:

http://www.pickelhaube.de/2wk/bilder/polen_03.jpg

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Ryan Cox


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Das ist schon ganz krass, dass dieser kleine Wichtigtuer nicht ohne Nazivergleiche auskommt - wirst du in der Schule gergert?
23.08.2007 02:11 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
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