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Zum Ende der Seite springen Machno Bewegung
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downburst
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Machno Bewegung Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

was sagt ihr so zu diesem teil der geschichte? ich meine: dies ist mMn einer der wichtigsten projekte der anarchistischen geschichte gewesen wr doch gelacht wenn sich bei dem beispiel nicht eine kontrre diskussion starten ließe bspw. das verhalten der roten armee zur machnobewegung: gerechtfertigt oder zu verurteilen? ich behaupte ja dass dieses verhalten nicht verwunderlich ist "kommunistische" projekte waren ja in der regel nicht von großer menschenfreundschaft geprgt

es folgt zum verstndnis ein artikel aus der anarchopedia:

Machno-Bewegung

Die Machnotschina oder Machno-Bewegung (verschiedentlich auch "Machnotscina" oder "Machnowstschina" geschrieben) war eine anarchistische Bauern- und Partisanenbewegung, die zwischen 1917 und 1922 whrend des russischen B?rgerkrieges in der Ukraine aktiv war und über einige Jahre hinweg große Teile des Landes kontrollierte, wo sie vom Anarchismus propagierte Gesellschaftsstrukturen verwirklichte.

Benannt ist die Machnotschina nach ihrem Initiator, dem von den Ideen Michail Bakunins und Peter Kropotkins beeinflussten Aktivisten Nestor Machno.

Nestor Machno saß wegen anarchistischer Aktivitten in Russland im Gefngnis. 1917 wurde er durch den Aufstand des Moskauer Proletariats befreit und kehrte in die Ukraine zur?ck, wo er mit der Agitation unter den Bauern und Arbeitern begann, deren gewerkschaftliche Organisierung aufzubauen.

Geschichte der Machno Bewegung

Die Revolution in der Ukraine


Die russische Revolution verlief in der Ukraine deutlich anders als in Russland. Anders als in Russland hatten in der Ukraine die Kommunistische Partei und die Bolschewiki einen verschwindend geringen Einfluss auf die Werkttigen. Die Revolution wurde nicht von einer Partei kontrolliert und entwickelte sich deutlich freier. Whrend in Russland die Machtübernahme durch die Sowjets mit der Machtübernahme der Kommunistischen Partei gleichkam, waren die Sowjets in der Ukraine die Organe der Werkttigen. Die Bauern beschlagnahmten eigenmchtig Lnderein und Inventar von Gutsbesitzern und die Arbeiter in den Stdten die Fabriken.



Gegen die Deutschen und Österreichischen Besatzer


Nach dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk 1918, in Folge der bolschewistischen Oktoberrevolution, fiel die Ukraine an Deutschland und Österreich. Sie war der Preis, den die Bolschewiki unter Lenin und Trotzki für die Beendigung des 1. Weltkriegs in Russland zunchst bezahlen mussten. Die Deutschen und Österreichischen Truppen besetzten die Ukraine und setzten, die vom Volk gest?rzte, Regierung aus Adligen und Großgrundbesitzern wieder ein. An deren Spitze setzten sie den Hetman Skoropadski. Die Deutschen und Österreicher begannen mit Untert?tzung der Regierung Nahrungsmittel und Rohstoffe zu beschlagnahmen und auszuf?hren. Bauern die sich dagegen wehrten wurden erschossen. Das weckte den Unmut in der Bev?lkerung. Viele Bauern begannen sich zu wehren und f?hrten einen Partisanenkampf gegen die Besatzer. Machno organisierte eine Partisanenarmee und vereinigte die revolutionren Bauern. Er ging gegen die Besatzer, die Großgrundbesitzer und gegen alle Feinde der Werkttigen vor. Hier bekam Machno seinen Spitznamen "Batjko" (Vterchen). Als sich die Deutschen und Österreichischen Truppen 1918 zur?ckzogen konnte sich die Regierung nicht halten. Hetman Skorpadski wurde gest?rzt und floh ins Ausland.



Politische und wirtschaftliche Vernderungen


Nach dem Sturz des Hetmans Skoropadski begannen die Machnowzy, wie die Anhnger der Machno Bewegung auch genannt werden, wieder die Großgrundbesitzer und Industriellen zu enteignen. Sie organisierten die von ihr kontrollierten Gebiete, den so genannten "Freien Rayon" nach anarchistischem Muster in einem Netzwerk selbstverwalteter Kommunen, in denen ein Rtesystem aufgebaut wurde.

Die Kommunen und die verschiedenen Rte waren neben der Versorgung und Verteilung der G?ter unter der Bev?lkerung auch zustndig für alle anderen Politikbereiche wie etwa Transport, Industrie, Kriegf?hrung oder Kultur. Unter anderem gehörte dazu auch der Aufbau von Schulen, eine Alphabetisierungskampagne und politische Aufklrung der Bauern und Partisanen.

Für den gesamten freien Rayon abgestimmt wurden die Entscheidungen in einem Rayonkongress, einer Vollversammlung der Rtedelegierten, von dem whrend der Herrschaft der Machnotschina allerdings nur drei durchgef?hrt wurden.

Doch aufgrund der fortwhrenden Bedrohung, entweder durch die Anhnger Petljuras, die Bolschewiki oder zaristische Generle, wurde der Aufbau der "freien Sowjets" immer wieder behindert. Die Machno Bewegung wurde durch die ußeren Umstnde immer wieder gezwungen ihre volle Kraft auf den militrischen Teil der Bewegung zu konzentrieren.

In der Zeit ihrer gr?ßten Ausdehnung gehörten der Machnowstschina bis zu 30.000 freiwillige Partisanen an, die ein Gebiet von etwa 10.000 km² mit 7 Millionen Einwohnern kontrollierten.



Petljurowstschina


Neben der Machno Bewegung gab es auch die Petljurowstschina eine Bewegung der nationalen Bourgeoisie unter Ssemjon Petljura. Nach dem Sturz Skoropadskis marschierten sie in Kiew ein und reklamierten die Regierung für sich. Sie propagierte eine von Russland unabhngige Ukraine. Doch in der allgemeinen revolutionren Stimmung konnte sich diese Regierung auch nicht lange halten. Die Petljurowstschina wurde von der Machno Bewegung geschlagen und ihre Führer flohen.



Gegen Reaktion und Bolschewiki


Anfang 1919 wollten die Bolschewiki ihre Macht auch auf die revolutionre Ukraine ausdehnen. So marschierte die Rote Armee von Norden her auf Kiew zu. In den Stdten setzten sie ihre Komitees ein und setzten deren Machtanspruch teilweise auch mit Gewalt durch. So kam es zu den ersten Spannungen zwischen Bolschewisten und Machno Bewegung, da die Machno Bewegung das autoritre Auftreten der Bolschewiki und deren Herrschaftsanspruch über die Werkttigen nicht akzeptierte.



Gegen Denikin


1919 r?ckte der zaristische General Anton Iwanowitsch Denikin gegen die Ukraine vor. Die Machno Bewegung f?hrte einen erbitterten Partisanenkrieg gegen ihn. Doch die Armeen Denikins waren strker und besser ausger?stet als die Machnowzy. Im Kampf gegen Denikin ging die Machno Bewegung eine militrisches B?ndnis mit den Bolschewiki ein. Doch die Denikins Übermacht war zu groß, nach und nach mussten sich die Machnowzy vor ihm zur?ckziehen. Auch die Rote Armee war Denikin unterlegen. Die Bolschewiki spielten die Gefahr Denikins herunter. Im Juni/Juli 1919 r?ckte Denikin bis tief in die Ukraine vor. Die Rote Armee rumte daraufhin die Ukraine und zog sich nach Russland zur?ck. So war der Weg für Denikin noch weiter offen. Die Machno Armee musste sich immer weiter nach Westen zur?ckziehen und f?hrte hare Abwehrgefechte. Im September kam es zur Entscheidungsschlacht, die die Machno Armee aufgrund ihrer überlegenen Kavallerie gewann. Nun musste sich Denikin wieder zur?ckziehen whrend ihn die Machno Armee verfolgte. Die Machno Armee eroberte Denikins Versorgungsstellungen und schlug ihn endg?ltig.

Nun war die M?glichkeit wieder da unter den Bauern und Arbeitern revolutionre Aufbauarbeit zu betreiben und die Idee der "freien Sowjets" weiter zu verbreiten.



R?ckkehr der Bolschewiki


Im Dezember 1919 r?ckte die Rote Armee wieder in die Ukraine ein. Die Begegnungen zwischen Machnowzy und den Truppen der Roten Armee waren erst freundschaftlich. Die Machnowzy hofften auf eine revolutionre Zusammenarbeit mit den Bolschewiki. Doch die Bolschewiki fingen schon einige Wochen danach wieder an in den Stdten ihre Komitees einzusetzen und eine Regierung zu bilden. Ihr Auftreten wurde zunehmend autoritrer. Das f?hrte wieder zu großen Spannungen mit der Machno Bewegung. Die bolschewistische Presse fing an L?gen über die Machno Bewegung zu verbreiten. Mitte Januar 1920 ging ein Befehl des Kommandeurs der Roten Armee an den F?hrungsstab der Machno Armee, der die Machnowzy dazu aufforderte an die polnische Front zu marschieren. Der Befehl war als Provokation gedacht, da die Bolschewiki gr?nde für einen Angriff auf das Machno Gebiet suchten. Die Kommandeure Machno Armee verweigerte den Befehl, woraufhin sie von den Bolschewiki für Vogelfrei erklärt wurden. Daraufhin marschierte die Rote Armee in Machno Gebiet ein. Die Machno Armee f?hrte wieder einen Partisanenkrieg gegen die Rote Armee. In den Stdten wurden Anarchisten und Machnowzy von den Bolschewiki verhaftet. Es gab meherer gescheiterte Anschlge auf Nestor Machno, die vermutlich von der Tscheka organisiert wurden.



Gegen Wrangel


Im Sommer 1920 bedrohte der zaristische General Pjotr Nikolajewitsch Wrangel die Ukraine. Die Machnowzy kmpften nun gegen Wrangel und die Rote Armee. Doch im Oktober 1920 verstndigten sich Bolschewiki und Machnowzy darauf, den Kampf untereinander einzustellen und gemeinsam gegen Wrangel vorzugehen. Im November 1920 wurde Wrangel besiegt.



Angriff der Bolschewiki


Sofort nach der Niederlage Wrangels wendete sich die Rote Armee gegen die Machnowzy. Einheiten der Machno Armee wurden angegriffen. Die Machno Armee wehrte sich gegen die Rote Armee und f?hrte wieder einen Partisanenkampf. Die Rote Armee war der Machno Armee, sowohl in der Gr?ße als auch in der Ausr?stung überlegen. Letztlich unterlagen die anarchistischen Partisanen der Machnotschina gegen die Rote Armee. Die letzten Gruppen der Machnotschina wurden bis zum Sommer 1922 von der Roten Armee besiegt und aufgerieben. Die Ukraine kam unter die Diktatur der Bolschewiki und wurde als ukrainische Sowjetrepublik in die junge UdSSR einverleibt. Die Kommunistische Partei etablierte sich auch in der Ukraine zur beherrschenden Staatspartei bis zum Niedergang der UdSSR um 1990.

Machno selbst konnte sich mit einigen Kmpfern am 28. August 1921 verwundet nach Rumnien absetzen. Er verbrachte sein weiteres Leben im Exil. Er starb, unbeachtet von der Öffentlichkeit, 1935 in einem Pariser Armenhospital.

Als wichtigste Zeitschrift der Machnotschina, herausgegeben in Charkow gilt Put k'Swobode (Weg zur Freiheit).

Die Tradition der Machno-Bewegung wird heute von der RKAS (Revolutionre Konf?deration der Anarcho-Syndikalisten - Nestor Machno) weiter gelebt.






Literatur

Peter Arschinoff: "Geschichte der Machno-Bewegung"; M?nster 1998 (Reprint der Ausgabe von 1923), Unrast-Verlag;ISBN 3928300687
Horst Stowasser: "Die Machnotschina" (122 Seiten); An-Archia-Verlag, Wetzlar
Violin: "Die unbekannte Revolution" (3 Bnde, ca. 700 Seiten); Verlag Asoziation, Hamburg
Arthur M?ller-Lehning: "Anarchismus und Marxismus in der russischen Revolution" (146 Seiten); Karin Kramer-Verlag, Berlin

(...)



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Was ich zu diesem Teil der Geschichte sage? Interessant!
19.08.2007 23:16 AK ist offline Beiträge von AK suchen Nehmen Sie AK in Ihre Freundesliste auf
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ich hab auf eure reflexe vertraut - vielleicht zuvielverlangt (ohne unterton)
hab mal was in den beitrag reineditiert

Zitat:
Original von downburst
was sagt ihr so zu diesem teil der geschichte? ich meine: dies ist mMn einer der wichtigsten projekte der anarchistischen geschichte gewesen wr doch gelacht wenn sich bei dem beispiel nicht eine kontrre diskussion starten ließe bspw. das verhalten der roten armee zur machnobewegung: gerechtfertigt oder zu verurteilen? ich behaupte ja dass dieses verhalten nicht verwunderlich ist "kommunistische" projekte waren ja in der regel nicht von großer menschenfreundschaft geprgt


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Irgend ein linker Anarchist, postet was aus "Anarchopedia", und will dann ernsthaft, dass man drüber diskutiert?
19.08.2007 23:37 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
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nein nicht vorschnell sein
der text ist auch nur zum verstndnis damit auch diejenigen die den begriff noch nie gehört haben wissen worum es geht(...)

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von downburst: 19.08.2007 23:41.

19.08.2007 23:40 downburst ist offline Beiträge von downburst suchen Nehmen Sie downburst in Ihre Freundesliste auf
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echt, stell mal ne provokante these auf. das erleichtert den einstieg in eine heiße diskussion erheblich.
19.08.2007 23:41 AK ist offline Beiträge von AK suchen Nehmen Sie AK in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
"kommunistische" projekte waren ja in der regel nicht von großer menschenfreundschaft geprgt
am beispiel der machnobewegung zeigt sich deutlich dass der (autoritre)kommunismus nach hnlich skrupellosen grundstzen wie die b?rgerlichen machteliten handelt wenn es um erlangen oder vergr?ßern von macht geht daraus schließe ich dass "kommunismus" in einer freiheitlichen revolution genauso bekmpft wie der kapitalismus gehört

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der "kommunismus"? was meinstn damit? die partei oder was? und willste die kommis dann abknallen bei der revo, oder wie?
19.08.2007 23:55 AK ist offline Beiträge von AK suchen Nehmen Sie AK in Ihre Freundesliste auf
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Na, "menschenfreundschaft" ist zwar keine Kategorie, nach der ich irgendwas beurteile, aber die Anarchos waren halt nicht "besser". Nur weil sie unterlegen waren, haben sie sich halt eine schöne Opfergeschichte gestrickt. Und wenn ich mir jetzt so anschaue, was die Anarchisten z.B: in der Ex-CSSR so anstellen, wo sie sich keinen Deut von den Faschos unterscheiden, bin ich verdammt froh, dass die Geschichte so verlief, wie sie verlief und die Revolution letzendlich siegreich war.
Dass die Anarchisten die kommunistische Bewegung bekmpfen, ist ja nun auch keine Errungenschaft deine rgroßartigen Schlussfolgerung, sondern trauriger Fakt der bisherigen Geschichte.
19.08.2007 23:59 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
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ak: ich benutze den begriff so abstrakt weil ich der meinung bin dass es in der these weniger um einzelne anstze des kommunismus geht
solange autoritre strukturen von kommunisten nicht konsequent in frage gestellt werden wird wohl jedes projekt mit dem namen "kommunismus" m?rderische ausmaße annehmen bzw. es besteht zumindest die ernsthafte gefahr...
natürlich sollte nicht zu sehr bei den menschen verallgemeinert werden
WIE die einzelnen kommunisten bekmpft werden sollten (ob mit argumenten oder knarren) hngt von dem einzelfall ab wenn der einzelne kommunist autoritre umgangsformen in frage stellt oder einfach nur die anderen menschen "in ruhe" lsst gibt es mMn keinen grund ihn mehr als argumentativ anzugreifen und waffengewalt halte ich auch nur im ußersten notfall (wie whrend der machnobewegung) für gerechtfertigt

deng: welches beispiel hast du bei "Und wenn ich mir jetzt so anschaue, was die Anarchisten z.B: in der Ex-CSSR so anstellen, wo sie sich keinen Deut von den Faschos unterscheiden" im Kopf (würde mich interessieren) und wie unterscheidet sich im umkehrschluss das verhalten der roten armme von faschos
aber dass es keine errungenschaft sondern ein trauriger fakt ist dass kommunismus bekmpft werden muss seh ich auch so ich würde auch lieber gemeinsame sache mit kommunisten machen nur glaub ich nicht dass die "kommunistische" gesellschaft eine bessere als die kapitalistische ist!

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Al Massiva
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Wooord!

Und der Artikel von "anarchopedia" is ja wohl mal völlig parteiisch. Überraschend bei dem Namen... Ich behaupte mal, dass es keinerlei historische Untersuchungen zu diesen Vorfllen gibt, die nicht tendenzi?s sind und durch ideologische Vorurteile geprgt sind bzw. durch den Vorsatz, den Kommunismus als generell menschenfeindlich, autoritt und so weiter darzustellen.

Edit: Da war wohl jemad schneller. Mein Word geht an Deng!

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20.08.2007 00:20 Al Massiva ist offline Beiträge von Al Massiva suchen Nehmen Sie Al Massiva in Ihre Freundesliste auf
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"Antifa" Arbeit nur gegen KommunistInnen. Demos angreifen,wehrlose Menschen zusammenschlagen... Solche Kaliber halt.

Die Rote Armee hat die Revolution verteidigt.

*Unsinnige Provokation*. Wie wr's wenn du das mal ausf?hrst, wo da die gemeinsamkeiten liegen. (Setzt natürlich voraus, dass du weißt was Kapitalismus ausmacht.)
20.08.2007 00:20 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
Gebull
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ohne besonders viel plan grad zu haben:
was erwartest du? warum schmeißt du mit so moralisiernden begriffen wie "m?rderische ausmaße" rum.
wie denkst du luft ne revo ab? alle nehmen sich in arm, teilen alles gerecht untereinander auf und haben sich lieb?
ganz ehrlich als ich mich noch als anarchist bezeichnet hab wurde ich oft vor die frage gestellt was denn mit m?rdern etc gemacht wird. marx hatte angeblich mal gesagt das revolutionen immer bewiesen haben das man vieles verndern aknn nur nicht den menschen. der mensch kann sich erst verndern wenn die umstnde dazu gegeben sind. das sein bestimmt das bewusstsein.
und bis dahin wird das sicherlich nicht alles sehr friedlich und nett ablaufen. natürlich müssen kontra-revolutionre ausw?chse gestoppt werden.
in der vergangenheit ist sicher viel scheiße passiert aber nur weil die sowjet union auch viel scheiße gemacht hat kann man daraus keine anti-kommunistische grundhaltung ableiten. lieber die fehler angucken und überdenken als blind draufzuhauen

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Zitat:
Original von Liquid
ich glaube gebull ist mehr punk als wir alle zusammen und mehr straße auch

20.08.2007 00:25 Gebull ist offline E-Mail an Gebull senden Beiträge von Gebull suchen Nehmen Sie Gebull in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Gebull in Ihre Kontaktliste ein
q.mar


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Zitat:
ich würde auch lieber gemeinsame sache mit kommunisten machen nur glaub ich nicht dass die "kommunistische" gesellschaft eine bessere als die kapitalistische ist!


ich glaub et hackt!
was sind denn das für b?rgi argumente? deine argumentation verluft ja auf der selben schiene wie das wohl von vielen schon gehörte "argument", man solle doch erst aufzeigen, wie's besser wre, bevor man hier anfngt zu kritisieren.
bei deinem "informationsstand", was kommunismus anbelangt, ist es durchaus verstdnlich, wie du zu solchen aussagen kommst - du betrachtest kommunismus ja auch als alternative zu kapitalismus (sowie du z.b. bei nem autokauf dich zwischen den farben gr?n und blau entscheiden kannst), anstatt als negation desselbigen.
und bitteschön, was zur h?lle soll mit dem verb "glauben" irgendwie argumentativ dargelegt werden?!
also ich muss doch bitten.

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20.08.2007 00:33 q.mar ist offline E-Mail an q.mar senden Beiträge von q.mar suchen Nehmen Sie q.mar in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Gebull
in der vergangenheit ist sicher viel scheiße passiert aber nur weil die sowjet union auch viel scheiße gemacht hat kann man daraus keine anti-kommunistische grundhaltung ableiten. lieber die fehler angucken und überdenken als blind draufzuhauen


damit setzt du aber schon voraus, dass die su irgendwas mit kommunismus zu tun gehabt htte. lieber den staatskapitalistischen charakter der su aufzeigen.

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20.08.2007 00:36 q.mar ist offline E-Mail an q.mar senden Beiträge von q.mar suchen Nehmen Sie q.mar in Ihre Freundesliste auf
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Naja, war halt ein Versuch. Und da kann man durchaus die Fehlentwicklungen betrachten. Egal wo man da jetzt genau ansetzten mag, ob nach Lenin nach Stalin oder noch vor der Oktoberrevolution in der entsprechenden Marxismusrezeption.
20.08.2007 00:39 moleskine. ist offline Beiträge von moleskine. suchen Nehmen Sie moleskine. in Ihre Freundesliste auf
downburst
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Zitat:
Original von Al Massiva
Und der Artikel von "anarchopedia" is ja wohl mal völlig parteiisch. Überraschend bei dem Namen... Ich behaupte mal, dass es keinerlei historische Untersuchungen zu diesen Vorfllen gibt, die nicht tendenzi?s sind und durch ideologische Vorurteile geprgt sind


soweit würde ich dir rechtgeben



deng: ich behaupte nicht dass kommunismus in der theorie hnlich wie der kapitalismus ist und m?chte deshalb jetzt auch weniger auf der wertigkeit von waren zu sprechen kommen! ich wollte darauf hinaus dass im kommunismus die menschen nicht weniger als im kapitalismus unterdr?ckt werden

gebull: in deinem beitrag steckt eine kernthese die ich durchaus richtig finde
ich glaube nur dass in dem weg der zum kommunismus f?hren soll bei dem autoritre strukturen allzuoft reproduziert werden die gefahr besteht dass einzelne menschen macht bekommen die sie dann gegen emanzipatorische ideen einsetzen
es mag moralisch sein wenn man hervorhebt dass es grenzen der gewalt gibt die auch in einem revolutionskrieg nicht überschritten werden sollten aber auch wenn die zeit der machnobewegung sicherlich eine der kriegsreichsten und damit brutalsten war ist die greuel der roten armee unter trotzki es durchaus wert hervorgehoben zu werden zumal die machnobewegung selbst eine revolutionre bewegung war und die "kommunisten" aus reinen machtinteressen diese zerschlugen

zu mehr hab ich grad keine zeit - vielleicht morgen

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Zitat:
Original von downburst




deng: ich behaupte nicht dass kommunismus in der theorie hnlich wie der kapitalismus ist und m?chte deshalb jetzt auch weniger auf der wertigkeit von waren zu sprechen kommen! ich wollte darauf hinaus dass im kommunismus die menschen nicht weniger als im kapitalismus unterdr?ckt werden



m?sstest schon konkreter werden. so ist die aussage halt schlicht falsch.
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Ich fnd übrigens mal ne sinnvolle Kritik an "autoritren" Strukturen bzw. mal nen Essay oder so zum Thema recht spannend. Was mir spontan einfallen würde, dass Entscheidungen im Idealfall von mehreren Menschen getroffen werden, weil dann die Chance h?her ist, dass nicht irgendein Bl?dsinn herauskommt. Das diese Menschengruppen durch gewisse Zwnge begrenzt werden, ist wiederrum auch klar. Ein Deligiertensystem, so wie es von Lenin in "Staat und Revolution" beschrieben wird, kann ja durchaus auch als "autoritr" bezeichnet werden. Aber was hat dieses Wort eigentlich für eine Bedeutung? Was schlimmes an der Tatsache, dass bestimmte Gremien zu einer Entscheidungsfindung durch viele andere Menschen berechtigt wurden, kann ich erstmal nicht sehen.

Und die osteuropische Antifa-Bewegung suckt wirklich.

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Zitat:
es mag moralisch sein wenn man hervorhebt dass es grenzen der gewalt gibt die auch in einem revolutionskrieg nicht überschritten werden sollten aber auch wenn die zeit der machnobewegung sicherlich eine der kriegsreichsten und damit brutalsten war ist die greuel der roten armee unter trotzki es durchaus wert hervorgehoben zu werden zumal die machnobewegung selbst eine revolutionre bewegung war und die "kommunisten" aus reinen machtinteressen diese zerschlugen

Wo ist der Unterschied zwischen "reinen Machtinteressen" und revolutionren Interessen? Du sagst ja selbst, dass die AnarchistInnen den Kommunismus auch bekmpfen werden m?sse im Falle einer Revolution. Das wre doch dasselbe in Gr?n, oder?
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