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Zum Ende der Seite springen Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung!
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Genosse36


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Dabei seit: 02.08.2007
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Daumen hoch! Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung! Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Stoppt den Krieg in Kurdistan!

Chronologie einer angek?ndigten Eskalation

Am Abend des 21.Februar war es soweit. Nach über einem halben Jahr propagandistischer Vorbereitung durch Politik und Medien fielen c.a. 10000 t?rkische Soldaten in den Nordirak ein. Ausger?stet mit F16-Kampfjets, Hubschraubern, Panzern und nagelneuen deutschen Gewehren der Marke â€×Heckler & Koch“ f?hrt die t?rkische Armee seit einigen Tagen auf irakischen Gebiet einen blutigen Krieg, der sich angeblich vor allem gegen die kurdische Befreiungsbewegung richtet. Die t?rkischen Truppen im Nordirak wird mit massiven Wiederstand der kurdischen Guerilla rechnen müssen. In den vergangenen Tagen kam es zu ersten heftigen Gefechten mit Toten auf beiden Seiten. Am Samstag meldete die Guerilla den Abschuss eines t?rkischen Kampfhubschraubers. Des weiteren hat die PKK die kurdische Jugend zum Serhildan (Volksaufstand) aufgerufen und Guerillaaktionen in t?rkischen Großstdten angek?ndigt. Die Verantwortung für die militrische Eskalation in S?dkurdistan liegt eindeutig beim t?rkischen Staat. Dieser hat die Situation in den letzten Monaten bewusst eskalieren lassen und alle Angebote der Guerilla für eine politische L?sung ausgeschlagen. Vorausgegangen waren den militrischen Operationen ein monatelanges nationalistisches Kriegsgebr?ll in den t?rkischen Medien, begleitet von rassistischen Hetzkampagnen (Kauft nicht bei Kurden) und pogromartigen Übergriffen auf Menschen kurdischer Herkunft. Nicht nur in der T?rkei. So jagten Ende Oktober letzten Jahres t?rkische Faschisten der MHP-Jugendorganisation â€×Graue W?lfe“ nach einer nationalistischen Anti-PKK-Demonstration kurdische Menschen in Berlin Kreuzberg durch die Strassen und griffen eine kurdische Moschee an. Ähnliche Szenen spielten sich in ganz Europa ab. In der T?rkei setzte der durch die Kriegpropaganda aufgehetzte nationalistische Mob massenhaft kurdische Geschfte und Vereinshuser in Brand. Schon im Oktober hatte das t?rkische Parlament einen Einmarsch der Armee in den Irak zugestimmt und bis zur 100 000 Soldaten in der T?rkisch-Irakischen Grenzregion zusammengezogen. Mitte Dezember begann die t?rkische Luftwaffe angebliche PKK-Stellungen in Nordirak zu bombardieren. Mehrere kurdische D?rfer und ein von der PKK betriebenes Krankenhaus wurden dem Erdboden gleich gemacht. Kurdische Jugendliche in den t?rkischen Großstdten beantworteten die Luftangriffe mit militanten Widerstandsaktionen. So gingen zwischen Mitte Dezember und Neujahr allein in Istanbul über 50 Militr- und Luxusfahrzeuge in Flammen auf. Begleitet wurden die Militroperationen aber auch von einer verschrften politischen Repression gegen Kurd_innen in der T?rkei. So wurde ein Verbotsverfahren gegen die im Parlament vertretende prokurdische Partei der demokratischen Gesellschaft (DTP) eingeleitet und die auf Druck der EU nach jahrelanger Haft aus dem Gefngnis entlassene populre kurdische Politikerin Leyla Zana erneut angeklagt. Am 15.Februar 2008 kam es in verschiedenen kurdischen Stdten aus Protest gegen die Verschleppung des PKK-Vorsitzenden Abdullah Öcalan vor 9 Jahren zu Ausschreitungen bei denen ein 16jhriger Jugendlicher von einem Rumungspanzer der Polizei überrollt wurde und starb, einem 15jhrigen wurde am gleichen Tag von Polizeieinheiten am Rand einer Öcalan-Demonstration in den Kopf geschossen. Dieser Staatsterrorismus ist in Kurdistan seit Jahrzehnten alltglich.


Die T?rkische Republik, das Militr, der Irak und die Kurden

Seit der Republikgr?ndung durch Mustafa Kemal, genannt Atat?rk, im Jahr 1923 gehört die Unterdr?ckung und Verleugnung der Kurden und anderer Minderheiten zur Staatsrson der t?rkischen Republik. Atat?rk wollte aus der Konkursmasse des untergegangenen Osmanischen Reiches einen modernen skularen Nationalstaat machen. Auf der einen Seite schaffte er die islamische Rechtslehre – das Kalifat – ab und Verbot die Verschleierung von Frauen, auf der anderen Seite schuft er eine extrem-nationalistische Ideologie des â€×Unteilbaren T?rkentums“ die helfen sollte die t?rkische Nation zu konstruieren und die extremen Klassenwiderspr?che in Anatolien zu übert?nchen. Dieser extreme Nationalismus, der die Existenz von Minderheiten komplett leugnete, ist bis heute Staatsideologie in der T?rkei. Sch?ler müssen jeden Morgen bei einem Fahnenappell auf die â€×T?rkei und das T?rkentum“ einen Schwur ablegen. Wegen â€×Beleidigung des T?rkentums“ werden immer noch viele Wissenschaftler, Intellektuelle, Autoren und Künstler zu Gefngnisstrafen verurteilt. Whrend der Phase der Staatsgr?ndung rechtfertigte diese nationalistische Ideologie des â€×unteilbaren T?rkentums“ die Ermordung und Vertreibung von mehreren Millionen Armeniern, Griechen und andere Minderheiten. Geholfen haben den â€×Jungt?rken“ (So der Name Atat?rks Bewegung) dabei vor allem kurdische Stmme, denen Atat?rk dafür eine begrenzte Autonomie der kurdischen Gebiete versprochen hatte. Spter brach Atat?rk diese Absprachen, Verbot die kurdische Sprache und Kultur und ließ mehrere kurdische Aufstnde in den 20er Jahren brutal niederschlagen. Seitdem hat sich an sozialen und rassistischen Diskriminierung der Kurd_Innen in der T?rkei nichts wesentliches verndert. Ihnen werden jegliche kulturellen und demokratischen Rechte verweigert, vor allem aber sind die kurdischen Gebiete sehr viel strker von extremer Armut geprgt als die restliche T?rkei. Die kurdische Frage ist also vor allem eine soziale Frage.

Im Zuge des gesellschaftlichen Aufbruches der spten 60er Jahre bildeten sich linke Gruppen die vom Kampf der vietnamesischen Befreiungsbewegung, der Revolution in Kuba und der â€×neuen Linken“ in den westlichen Lndern inspiriert, die Lebensbedingungen in der T?rkei radikal ndern wollten. Einen grossen Einfluss auf die t?rkische radikale Linke hatte THKP-C (T?rkische Volksbefreiungspartei-Front) unter Mahir Cayan. Zwar wurde die Organisation 1972 zerschlagen und Cayan ermordet, doch die Ideen und vor allem die revolutionre Praxis der Organisation hatten grossen Einfluss auf die linke Jugendbewegung in der T?rkei. Auch der sptere PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan sympathisierte zu dieser Zeit mit der THKP-C. Aus der Jugendorganisation DEV-GENC (Revolutionre Jugend) bildete sich Ende der 70er Jahre politische Organisationen wie DEV-YOL (Revolutionrer Weg) und DEV-SOL (Revolutionre Linke), die sich auf die THKP-C und Mahir Cayan bezogen und schnell grossen Einfluss in der Bev?lkerung gewannen. Aus Angst vor einer möglichen sozialistischen Revolution in der T?rkei putschte sich rechtsextreme Militrs 1982 an die Macht und verboten jegliche politische Ttigkeiten. Unzhlige linke Gruppen wurden zerschlagen, tausende Revolutionre ins Gefngnis geworfen und zehntausende gingen ins europische Exil. Zwar ging die T?rkei Ende der 80er Jahre formel wieder zur parlamentarischen Demokratie über, doch seit diesem Putsch gilt das Militr als strkster Faktor in der t?rkischen Gesellschaft. An ihm kommt keine Regierung vorbei, ihr großer gesellschaftlicher Einfluss ist auch einer der Gr?nde warum die T?rkei an einer politischen L?sung des Kurdenkonfliktes nicht interessiert ist.

Der eigentliche Grund für den aktuellen Krieg ist jedoch weniger die kurdische Befreiungsbewegung in der T?rkei als die Autonomiebestrebungen der Kurden im Nordirak. Seit dem Sturz Sadams und dem us-amerikanischen Einmarsch haben die irakischen Kurden als Belohnung für ihre Unterst?tzung des Besatzungsregimes eine weitreichende Autonomie gewhrt bekommen. Mit den ?lreichen Stdten Kirkuk und Mosul würden sie die wirtschaftliche Basis für ein eigenes - kurdisches – Staatswesen bekommen. Für die T?rkei ist dies ein Alptraum den es würde den Konflikt im eigenen Land weiter anheizen. Immerhin leben im Nordirak lediglich 6 Millionen Kurden, in der T?rkei sind es über 20 Millionen. Des weiteren erhebt die t?rkische Republik Anspruch auf die Regionen um Kirkuk und Mosul, die in den 20er Jahren vom t?rkischen Staatsgebiet abgetrennt und dem Irak zugesprochen worden waren. Deshalb kann die T?rkei – inbesondere das Militr – eine kurdische Autonomie im Nordirak niemals akzeptieren.


Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und ihre Nachfolger

1978 gr?ndete sich die Arbeiterpartei Kurdistan (PKK) um die jahrzehntelange rassistische Diskriminierung und politische Unterdr?ckung der kurdischen Bev?lkerung in der T?rkei zu beenden und einen sozialistischen kurdischen Staat zu erkmpfen. Ein Grund für das Entstehen der PKK war neben der brutalen Unterdr?ckung durch den t?rkischen Staat auch die Tatsache, daß ein grosser Teil der t?rkischen revolutionren Linken der â€×kurdischen Frage“ kaum Beachtung schenkte. Die PKK analysierte Kurdistan als â€×halbfeudale und halbkapitalistische Kolonie der T?rkei“ die es zu Befreien gelte, appelierte jedoch an â€×alle Revolutionre und Demokraten aus der T?rkei und das werkttige t?rkische Volk“, sich mit dem kurdischen Befreiungskampf zu vereinen, denn â€×jeder Schlag, den die Guerilla dem Kolonialfaschismus versetzt, ist gleichzeitig ein Schlag gegen den Faschismus in der T?rkei. Der Kampf für die Befreiung Kurdistans sollte auch der Kampf für eine sozialistische Revolution in der T?rkei und dem ganzen Nahen Osten sein. Sie verstand sich als â€×Teil des weltweiten Kampfes der fortschrittlichen Menschheit gegen Imperialismus, Kolonialismus und die faschistische Barbarei“. Am 15.August 1984 besetzten Guerillaeinheiten der PKK die kurdischen Stdte Eruh, Semdinli und Catak vorübergehend und erklärten den Beginn des bewaffneten Kampfes. War die PKK zu beginn eine eher kleinere Partei, so wuchs sie seit Ende der 80er Jahre zu einer Massenorganisation. Aufgrund fehlender sozialer Perspektiven und der Unterdr?ckung der kurdischen Bev?lkerung stieg die Verankerung der Organisation innerhalb der Bev?lkerung rasant an, tausende junge Menschen gingen in die Berge und schlossen sich der Guerilla an. Der Staat reagierte mit einer Intensivierung der Unterdr?ckung bis hin zum offenen Krieg gegen die kurdische Bev?lkerung in der T?rkei. In den kurdischen Gebieten wurde ein Ausnahmezustand verhngt, tausende politische Gefangenen gefoltert und zum Teil ermordet und alle demokratischen Rechte abgeschafft. Um der PKK die soziale Basis zu nehmen zerst?rte das Militr in den 90er Jahren über 6000 kurdische D?rfer und entv?lkerte systematisch eine ganze Region. Die Menschen fl?chteten entweder in die Elendsviertel der Großstdte Diyarbarkir, Ankara und Istanbul oder ins europische Exil. Über 40 000 Menschen kamen dabei ums leben, 95% Prozent davon durch das Militr. Die Unterst?tzung in der Bev?lkerung für die Partei konnte durch diese Maßnahmen nicht gebrochen werden. Jedoch verlagerte sie durch die Entv?lkerung ihres urspr?nglichen Aktionsgebietes ihre Aktivitten mehr in die unzugnglichen kurdischen Berge im Grenzgebiet zwischen der T?rkei und dem Irak und die durch Vertreibungen der Landbev?lkerung rapide gewachsenen kurdischen Stdte.

Eine besondere Bedeutung im Kampf der PKK hat in den 90er Jahren die Frage der Frauenbefreiung bekommen. Durch die extrem patriachalen Verhltnisse in der noch vorwiegend durch feudalen Clanstrukturen geprgten kurdischen Gesellschaft sahen viele junge Frauen die Guerilla als einzige M?glichkeit einer fr?hen Zwangsverheiratung und einem Leben in Armut und totaler Bevormundung zu entgehen. Die massive Beteiligung von Frauen f?hrten teilweise auch zu einem Aufbrechen patriachaler Strukturen innerhalb der Organisation. Gegen den – zum Teil heftigen - Wiederstand mnnlicher Genossen organisierten Sie sich in zunehmenden Masse selbst und übernahmen F?hrungspositionen. Ab 1995 kmpften die weiblichen PKK-Mitglieder in eigenen Guerillaverbnden, den YJA-STAR (Einheiten der freien Frau), seit 2004 organisieren sich die Frauen zustzlich in der PAJK (Freiheitspartei der Frauen Kurdistan) und den YJA (Freien Frauenverbnden). Auch theoretisch gewann das Thema innerhalb der Ideologie der PKK mehr Gewicht. In einigen Texten schreibt der PKK-Vorsitzende Abdullah Öcalan sogar das die Frage die Revolution der Geschlechterverhltnisse in Kurdistan von gr?sserer Bedeutung sei als nationale Selbstbestimmung und die soziale Revolution. Ende der 90er Jahre distanzierte sich die PKK zunehmenden von der Idee einen kurdischen Staates und kmpfte fortan für eine weitreichende Autonomie der kurdischen, sowie für eine umfassende Demokratisierung der Verhltnisse in der T?rkei.

Ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der PKK war die Festnahme ihres Vorsitzenden Abdullah Öcalan am 15.Februar 1999. Öcalan war nach Europa gekommen um für eine politische L?sung des Kurdenkonfliktes zu werben, jedoch verweigerten die Europischen Lnder ihm den Aufenhalt. Seine Odyssee endete in Kenia, wo Öcalan von Agenten der t?rkischen Geheimdiensten entf?hrt und in die T?rkei verschleppt wurden. Die von verschiedenen Geheimdiensten möglich gemachte Aktion f?hrte weltweit zu massiven Protesten. Seitdem sitzt er auf der Gefngnisinsel Imrael als einziger Gefangener eine lebenslange Haftstrafe ab. Sein Gesundheitszustand hat sich in den letzten Jahren extrem Verschlechtert. Die Entf?hrung ihres Vorsitzende hat die PKK in eine tiefe Krise gest?rzt. Aus dem Knast heraus rief Abdullah Öcalan die PKK dazu auf die Waffen niederzulegen und sich aufzul?sen. Die PKK sollte in eine neue demokratische Struktur überf?hrt werden und sich an einer Demokratisierung der T?rkischen Republik beteiligen. Die Guerillakmpfer verließen die T?rkei und zogen sich in den Nordirak zur?ck. In den nchsten Jahren setzte eine â€×Sozialdemokratisierung“ der Partei ein, die PKK wurde aufgel?st und die Kongra-Gel (Volkskongress Kurdistans) als Nachfolgeorganisation geschaffen. Die Zeit von 1999 bis 2004 war von starken internen Machtkmpfen und Unsicherheiten geprgt. Die autoritren Strukturen und der Personenkult um Abdullah â€×Apo“ Öcalan wurden der PKK in dieser Zeit zum Verhngnis. Linke Krfte die nicht lnger auf die Anweisungen eines Vorsitzenden hören wollten der in t?rkischer Gefangenschaft saß, wurden ebenso ausgegrenzt wie rechte Krfte um Öcalans Bruder Osman die ein B?ndnis mit der USA favorisierten. Jedoch schlug das t?rkische Militr alle Friedensangebote Öcalans und der PKK aus, so das die Organisation sich im Jahr 2004 gezwungen war den bewaffneten Kampf wiederaufzunehmen. Seitdem kommt es wieder hufiger zu Gefechten zwischen der kurdischen Guerilla und dem t?rkischen Militr, auch scheint die politische Krise der kurdischen Befreiungsbewegung teilweise überwunden zu sein.

Als neue Ideologie beruft sich die PKK und ihre Nachfolgestrukturen Kongra-Gel und die KCK (Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans) auf das von Abdullah Öcalan in Anlehnung an den us-amerikanischen Anarchisten Murray Bookchin entwickelte Modell des demokratischen Konf?deralismus. Ziel ist es eine demokratisch-?kologische Zivilgesellschaft im Nahen Osten zu schaffen, die keine Staatsgr?ndung zum Ziel haben soll, sondern die Abschaffung des Staates und aller Hierarchien. Angestrebt wird dabei nicht eine kurdische Eigenstaatlichkeit und auch keine Konf?deration von Teilstaaten, sondern der Aufbau einer Selbstverwaltung durch kommunale Basisorganisierung und ohne die bestehenden Staatsgrenzen anzutasten. Auch wenn dieses ?kologisch und anarchistisch geprgte Modell in Gegensatz zu den nationalistischen und staatskommunistischen Gesellschaftsvorstellungen der ehemaligen PKK ein Fortschritt ist, so bleibt die fehlende Klassenanalyse, der Personenkult um Abdullah Öcalan und die teiweise – im Widerspruch zur Ideologie – noch intakten autoritren Strukturen innerhalb der kurdischen Befreiungsbewegung zentrale Kritikpunkte einer radikalen Linken an der Ideologie und Praxis der PKK und ihrer Nachfolgeorganisationen.


Die BRD, die hiesige Linke und die internationale Solidaritt

Deutschland war schon immer ein enger Partner der T?rkei. Überall alle Br?che hinweg. Whrend des Massaker an der armenischen Bev?lkerung stellte der sozialdemokratische Abgeordnete und sptere KPD-Gr?nder Karl Liebknecht ab Anfrage an das Parlament. Ob der Reichsregierung bekannt sei, dass im verb?ndeten t?rkischen Reich (Die T?rkei kmpfte im ersten Weltkrieg an deutscher Seite) die armenische Bev?lkerung whrend des Krieges zu Hundertausenden von ihren Wohnsitzen vertrieben und niedergemacht worden sei, wollte Liebknecht wissen. Die Regierung antwortete â€×durch aufr?hrerische Umtriebe unserer Gegner veranlasst, wurde die armenische Bev?lkerung bestimmter Gebietsteile des t?rkischen Reiches ausgesiedelt und ihr neue Wohnsttten angewiesen“. Als daraufhin Liebknecht von Massakern zu berichten begann, wurde ihm das Wort entzogen. Von Massenmord wollte man nichts wissen, denn der V?lkermord an den christlichen Armeniern geschah mit R?ckendeckung des deutschen Kaiserreichs. Spter bezog sich u.a. Adolf Hilter in â€×Mein Kampf“ positiv auf die Vernichtung der armenischen Bev?lkerung in der T?rkei. Auch im zweiten Weltkrieg positionierte sich Ankara zeitweise auf der Seite des deutschen und italienischen Faschismus. In der Nachkriegszeit bezog die postfaschistische BRD ein Großteil der â€×Gastarbeiter“ den sie für den Wiederaufbau ben?tigte aus der T?rkei. Politisch standen die BRD-Regierungen immer fest an der Seite des T?rkischen Staates, auch whrend der Zeit der Militrdiktatur. In den 80er Jahren begann der BRD-Staat t?rkische und kurdische Linke zu verfolgen, einzusperren und teilweise an die T?rkei auszuliefern. Die Verfolgung der Kurd_Innen und Kurden in der BRD und die Deutsche Beihilfe für den Krieg der T?rkei gegen seine kurdische Bev?lkerung erreichten in den 90er Jahren eine neue Qualitt. 1993 wurde die PKK verboten und damit über Nacht zehntausende Kurd_Innen in der BRD kriminalisiert. Es folgten hunderte 129 und 129a Verfahren gegen kurdische Aktivist_Innen. Zur Zeit sitzen in Deutschen Gefngnissen mehr linke politische Gefangene kurdischer und t?rkischer Herkunft als aus der deutschsprachigen Linken. 1994 wurde der kurdische Jugendliche Halim Dener in Hannover beim plakatieren von PKK-Plakaten von der Polizei erschossen. Anfang der 90er Jahre schenkte die BRD ein Großteil der militrischen Bestnde der ehemaligen Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR seinem t?rkischen NATO-Partner, der diese auch sofort (und bis heute) gegen die kurdische Bev?lkerung einsetzte. In den letzten Jahren verschrfte sich die politische Repression gegen die kurdische Befreiungsbewegung und die t?rkische revolutionre Linke sogar noch. Am 9.Februar durchsuchte die Bundesanwaltschaft in Hannover den kurdischen Verein und nahm 14 Personen wegen angeblicher PKK-Mitgliedschaft fest. Zuvor war es im Dezember zu bundesweiten Razzien gegen die maoistische TKP/ML (Kommunistische Partei der T?rkei / Marxistisch-Leninistisch) gekommen. Obwohl es in der BRD sehr viele kurdische und t?rkische Linke gibt es kaum Gruppen aus der antifaschistischen Bewegung die eine Zusammenarbeit mit diesen Strukturen suchen und sich in Repressionsfllen solidarisch verhalten. Als Gr?nde für das nicht-verhalten f?hren viele Aktivist_Innen aus dem autonomen Antifaspektrum den Nationalismus der PKK und die autoritren Sozialismusvorstellungen der t?rkischen kommunistischen Linken an. Obwohl diese Kritiken eine gewisse Berechtigung haben, so scheint es das viele Linke Schlagworte (Stalinismus, Nationalismus) undifferenziert gebrauchen um ihr unsolidarisches Verhalten zu rechtfertigen. Das achselzuckende Schweigen der radikalen Linken gegenüber dem Staatsterror gegen die kurdische und t?rkische Linke hier in der BRD muss scharf kritisiert werden. Wir als Antifaschistische Revolutionre Aktion Berlin (ARAB) verstehen uns als Teil einer weltweit um Befreiung kmpfenden Linken. Gleichwohl wir uns der ideologischen Zersplitterung, der Widerspr?che und der Ungleichzeitigkeit der Befreiungsprozesse bewusst sind, setzen wir unsere politische Praxis in Zusammenhang mit fortschrittlichen Bewegungen überall auf der Welt. Deshalb ist für uns die Solidaritt mit der kurdischen Befreiungsbewegung – bei aller Kritik an ihrer Ideologie und Praxis – eine Selbstverstndlichkeit. Der fehlende internationale Bezug und Fixierung auf deutsche Faschisten ist neben der fehlende Klassenanalyse unserer Meinung nach eine der gr?ßten Probleme der Autonomen Antifabewegung in der BRD. Wir würden uns w?nschen das mehr Antifagruppen - grade angesichts des aktuellen Krieges - über den Tellerand des Anti-Nazi-Kampfes hinauszublicken und Kontakte zu kurdischen Vereinen und t?rkischen Gruppen in der BRD aufbauen.

Der Kampf um Befreiung ist International!

Antifaschistische Revolutionre Aktion Berlin (ARAB) - Februar 2008

http://arab.antifa.de/index.php/content/view/133/1/

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Auf dem Weg zur Welthauptstadt veranstalten Politik, Wirtschaft und Privatunternehmen einen ökonomischen Blutpogo in der Innercity. (NEA)
28.02.2008 11:44 Genosse36 ist offline E-Mail an Genosse36 senden Beiträge von Genosse36 suchen Nehmen Sie Genosse36 in Ihre Freundesliste auf
AK
ist raus.

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Ich las letztens in der D?neria sitzend in der Politika - da waren auf der Titelseite die Gesichter von den Gefallenen. Die sahen alle sehr jung aus.

Traurig.
28.02.2008 11:47 AK ist offline Beiträge von AK suchen Nehmen Sie AK in Ihre Freundesliste auf
jimmy jazz
raus.

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irgendwann kann man auch mal aufhören, dem irrtum der solidaritt mit irgendwelchen volksbefreiungsbewegungen aufzusitzen; sogar als deutscher linker / linker deutscher. dachte ich.

-.-
28.02.2008 12:16 jimmy jazz ist offline Beiträge von jimmy jazz suchen Nehmen Sie jimmy jazz in Ihre Freundesliste auf
Al Massiva
raus.

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jazz: Hast du den Text gelesen? Kommen von dir noch Argumente?

Außer: "Wir machen das schon ne ganze Weile, jetzt muss aber auch mal Schluss sein"? Warum denn eigentlich?

Warum brandmarkst du die gesamte kurdische Linke als, jaja wir wissen "strukturell antisemitische, v?lkische" "Volksbefreiungsbewegung"? "PKK" heißt "Arbeiterpartei Kurdistans", da ignorierst du schon den allerersten Bezug auf klassenkmpferische Positionen.

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.all das muss verunstaltet werden.
28.02.2008 13:27 Al Massiva ist offline Beiträge von Al Massiva suchen Nehmen Sie Al Massiva in Ihre Freundesliste auf
Ryan Cox


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Jimmy Jazz ist halt einfach das Gegenst?ck zu deiner Wenigkeit.
28.02.2008 13:45 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
jimmy jazz
raus.

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nein, ich habe nur den threadtitel gelesen.

da steht nicht "kurdische linke", sondern "kurdische befreiungsbewegung".
28.02.2008 13:46 jimmy jazz ist offline Beiträge von jimmy jazz suchen Nehmen Sie jimmy jazz in Ihre Freundesliste auf
jimmy jazz
raus.

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ich wollte jetzt eigentliich den text lesen und dann dann ausf?hrlich dazu stellung beziehen, aber als bereits nach ein paar zeilen widerstand allen ernstes mit ie geschrieben wurde, hab ichs sofort sein lassen, das ist ja beleidigend.
28.02.2008 13:49 jimmy jazz ist offline Beiträge von jimmy jazz suchen Nehmen Sie jimmy jazz in Ihre Freundesliste auf
Al Massiva
raus.

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Und das gleich zweimal... LOL. So und jetzt lies halt den Text, du Nacken.

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.all das muss verunstaltet werden.
28.02.2008 13:52 Al Massiva ist offline Beiträge von Al Massiva suchen Nehmen Sie Al Massiva in Ihre Freundesliste auf
cosa


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crown

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von cosa: 11.06.2008 18:53.

28.02.2008 13:53 cosa ist offline E-Mail an cosa senden Beiträge von cosa suchen Nehmen Sie cosa in Ihre Freundesliste auf
jimmy jazz
raus.

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"arbeiterpartei" nenen sie sich eh alle.
28.02.2008 13:57 jimmy jazz ist offline Beiträge von jimmy jazz suchen Nehmen Sie jimmy jazz in Ihre Freundesliste auf
jimmy jazz
raus.

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+n
28.02.2008 13:58 jimmy jazz ist offline Beiträge von jimmy jazz suchen Nehmen Sie jimmy jazz in Ihre Freundesliste auf
hundekuchen
...ist raus.

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was bringt eigentlich solidaritt?
28.02.2008 14:15 hundekuchen ist offline Beiträge von hundekuchen suchen Nehmen Sie hundekuchen in Ihre Freundesliste auf
jimmy jazz
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is gut fürs gewissen oder so.
28.02.2008 14:21 jimmy jazz ist offline Beiträge von jimmy jazz suchen Nehmen Sie jimmy jazz in Ihre Freundesliste auf
hundekuchen
...ist raus.

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ich mein was bringt es denen für die andere solidaritt haben.
28.02.2008 16:01 hundekuchen ist offline Beiträge von hundekuchen suchen Nehmen Sie hundekuchen in Ihre Freundesliste auf
Ryan Cox


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Waffen und Geld!
28.02.2008 16:04 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
hundekuchen
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deutsche ?kofritzenkinder versorgen die kurdische freiheitsbewegung mit waffen und geld?
und womit wird diese christel wenger oder so hnlich versorgt, die sollte doch auch solidaritt erhalten? mit hummer?
28.02.2008 16:10 hundekuchen ist offline Beiträge von hundekuchen suchen Nehmen Sie hundekuchen in Ihre Freundesliste auf
Ryan Cox


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Weder gehört das hierhin, noch würdest du es mir glauben (gefhrlich t?n). Nasch mal lieber noch ne Runde Sizzirup.
28.02.2008 16:13 Ryan Cox ist offline E-Mail an Ryan Cox senden Beiträge von Ryan Cox suchen Nehmen Sie Ryan Cox in Ihre Freundesliste auf
hundekuchen
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hab grad nur tilidin unglücklich
aber muss ja krass sein was die so bekommt, wenn man es kaum glauben kann.
28.02.2008 17:46 hundekuchen ist offline Beiträge von hundekuchen suchen Nehmen Sie hundekuchen in Ihre Freundesliste auf
JumpingJackFlash


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Zitat:
Original von hundekuchen
ich mein was bringt es denen für die andere solidaritt haben.


auch wenn es dich vielleicht schockieren mag, aber das bewusstsein, dass andere hinter einem bzw hinter dem eigenen kampf stehen, gibt kraft, sicherheit und besttigung für die sache, für die man sich einsetzt.

bezogen auf die kurdische befreiungsbewegung wirst du wahrscheinlich erstaunt sein, dass die über mit unter hoch entwickelte kommunikationssysteme verf?gen und dann auch mal checken, dass zum einen die gefl?chteten, sowie auch andere menschen in andren lndern sich mit ihnen auf diverser art und weise solidarisieren.

aber stimmt, warum mit einer bewegung solidarisieren, die für die abschaffung der ausbeutung des menschen durch den menschen eintritt und das nicht nur auf irgendwelchen blog oder papieren, sondern in der realitt tut, nicht wahr?

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29.02.2008 22:07 JumpingJackFlash ist offline E-Mail an JumpingJackFlash senden Beiträge von JumpingJackFlash suchen Nehmen Sie JumpingJackFlash in Ihre Freundesliste auf
Husallah


Dabei seit: 18.01.2008
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http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausla...,536404,00.html

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Zitat:
Original von Al Massiva
Volksdeutscher Österreicher

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