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Zum Ende der Seite springen Politische Ökologie
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[ei:kei:]
educated ghetto kid

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Politische Ökologie Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Kennt jemand Gruppen, Blogs oder Seiten, die sich kritisch mit Umwelt-,Klima- und Naturschutz auseinandersetzen?

Ich muss mich gerade in den Bereich Politische Ökologie und die Frage der Repräsentation der dinglichen Umwelt in der Politik einlesen und kenne mich gar nicht damit aus.

Am besten Sachen, die sich an Bruno Latours "Dingpolitik" anlehnen.


Danke für die Hilfe! daumen hoch

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"Mitten in der größten Freude und Teilnahme an allgemeinen menschlichen Genüssen muß immer noch ein Funke in dir glühen: Du bist Revolutionär." - Max Hoelz
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revo.lte


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"Umwelt " und "Ökologie"
Der Giftm?ll des Kapitals,
seine Ideologien
und seine Natursch?tzer


Schau dir da mal das Inhaltsverzeichnis an, vllt. findest du da etwas passendes.

Was heißt aber, kritische Auseinandersetzung mit Umweltschutz usw? Also die Schdigung der Umwelt gibt es ja und kann man zurecht schlecht finden. Die andere Frage ist, was Gr?ne und andere Ökologen da so umtreibt. Diese Natursch?tzer sollte man schon auch kritisieren, die das Abstraktum Mensch für die Verschmutzung verantwortlich macht und der stndig der Natur Gewalt antut und die dadurch zum Opfer erklärt wird. Die Natur als Reichtumsquelle zu verwenden, ist keine Schande, eine andere Frage ist, wie man das tut und zu welchen Zwecken.

Edit: Kann man online lesen, ob es die Broschöre noch zu kaufen gibt, weiß ich nicht.

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WO SIND DIE BLUTROTEN FRONTKÄMPFER_INNEN?!

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Themenstarter Thema begonnen von [ei:kei:]
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Danke.

Es geht aber um eine etwas andere Pointierung.

Die europische Geistesgeschichte ist geprgt von einem Dualismus zwischen Kultur und Natur, wobei die Wissenschaft die Rolle übernimmt, die Natur verstndlich zu machen und in die Politik zu integrieren.

In dem Sinne sind moderne Ökologiebewegungen Versuche dem Unbelebten eine politische Stimme zu verleihen. Andererseits werden die verstehenden Naturwissenschaften politisch, in dem sie Natur als objektives Moment einf?hren aus dem sich allerlei Sachzwnge ableiten lassen - menschliche Natur usw...

Im Prinzip geht es mir eher um Ökologie in diesem Sinne. Also um die Verquickung der vermeintlich objektiven Naturerkenntnis und der Politik - daher Politische Ökologie. Wobei ich eigentlich eine formulierte Kritik am Kultur-Natur-Dualismus suche bzw. an der Naturwissenschaft.

Sorry, dass sich das jetzt so hochgestochen anh?rt - ist es eigentlich gar nicht. unglücklich

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Revo: verwirrt Liest du eigentlich hin und wieder auch mal was anderes als GegenStandpunkt? Selbst, wenn ich den nicht so scheiße finde (den Artikel hab ich jetzt nicht gelesen) ist es doch recht einseitig, immer die gleichen Quellen zu nutzen...

Eikei: Bin nicht so im Thema. Aber mal ein paar Links:

Diskussions- und Positionspapiere zur emanzipatorischen Ökologie (Umweltschutz von unten)

Ökostrom von unten

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von R'v-r'3: 27.01.2010 16:52.

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Gerade eben habe ich deinen Beitrag gelesen. Von daher lese ich auch andere Dinge außer den GegenStandpunkt. Der Wildcat-Artikel, auf den ich vor kurzem hingewiesen habe, habe ich übrigens auch gelesen.

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27.01.2010 16:57 revo.lte ist offline Beiträge von revo.lte suchen Nehmen Sie revo.lte in Ihre Freundesliste auf
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Also einen anderen Text (ich meine nicht Forums, ICQ,... Beitrge) hast du gelesen.
GSP scheint aber schon für dich einen ganz besonderen Stellenwert zu haben. Ich will dich auch garnicht zu stark angreifen. Nur der Hinweis: Nicht nur der GegenStandpunkt ist eine politische Zeitschrift, die man lesen kann. Manchmal ist es sinnvoller, andere Quellen zu nutzen...

EDIT: Was ist das übrigens wieder für eine Signatur*? Ein Weimarer Republik Retroflash?

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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von R'v-r'3: 27.01.2010 17:07.

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reverie:

Weißt du, mir wre es auch relativ egal, wenn du stndig Texte von der FAU verlinken würdest. Gegenstand meiner Kritik wre nicht, DASS du diese verlinkst, sondern WAS (Inhalt) da drin steht. Ich verlinke das, was ich für richtig halte. Und wenn das zufllig der GegenStandpunkt ist, dann ist er das halt. Soll ich zur Abwechslung, ganz unabhngig von den Inhalten, mal was anderes verlinken?
Übrigens: Dass ich den GegenStandpunkt verlinke, heißt nicht, dass ich alles andere falsch finde. Ich zitiere oder verlinke auch manchmal andere Sachen. Das aber auch nur, wenn ich das Zeug für richtig halte.
Du fndest es doch auch doof, wenn ich dir vorwerfen würde, dass du sehr viel von der FAU verlinkst.

Sig:
http://www.youtube.com/watch?v=-6rWt_GPV18

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27.01.2010 17:17 revo.lte ist offline Beiträge von revo.lte suchen Nehmen Sie revo.lte in Ihre Freundesliste auf
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Du könntest mir das auch garnicht vorwerfen. Schließlich lese ich unterschiedlichste Artikel, und eben nicht nur, scheiße ideologisch, die Texte, die zu meiner Weltanschauung am besten passen. ¶ [edit] Meine Weltanschauung muss auch immer anderen Quellen standhalten, bzw. Kritik widerlegen können. Sonst muss ich sie ndern. [/edit] ¶


Wenn ich schon die Überschrift lese:

"Der Giftm?ll des Kapitals,
seine Ideologien
und seine Natursch?tzer"

dann denke ich mir nur: Was für ein ideologischer Schwachsinn ist da jetzt verlinkt.

Und inhaltliche Kritik, bekommst du bald, per pn, zu den, ach so tollen, Imperialismustext, von GSP. Ich lese die doch nicht nochmal, wenn ich schon festgestellt habe, die sind scheiße. Aber lassen wir das hier. Es ging mir eh nur darum, dass man sich nicht nur aus einer Sichtweise raus bilden sollte... Meinetwegen lese GSP. Ich finde den ußerst schlecht, aber muss ja nicht jeder meine Positionen haben.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von R'v-r'3: 27.01.2010 18:18.

27.01.2010 17:34 R'v-r'3 ist offline E-Mail an R'v-r'3 senden Beiträge von R'v-r'3 suchen Nehmen Sie R'v-r'3 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von revo.lte

Sig:
http://www.youtube.com/watch?v=-6rWt_GPV18


Ach Makss Damage ist daran schuld? Ich höre den ja auch manchmal (wenn ich lachen will) und der meint das ja wahrscheinlich sogar Ernst... big grin

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Zitat:
Original von R'v-r'3
Wenn ich schon die Überschrift lese: [...]
dann denke ich mir nur: Was für ein ideologischer Schwachsinn ist da jetzt verlinkt.


ja, nennt man dann vorurteil (oder, je nach dem, hetze).

Zitat:
Original von R'v-r'3
Und inhaltliche Kritik, bekommst du bald, per pn, zu den, ach so tollen, Imperialismustext, von GSP.


pn? wieso das denn?

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29.01.2010 18:08 laylah ist offline E-Mail an laylah senden Homepage von laylah Beiträge von laylah suchen Nehmen Sie laylah in Ihre Freundesliste auf
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Ich hatte ihn darum gebeten seine Kritik am GSP doch wenigstens an Inhalten festzumachen. Darauf wollte er dann einen Text haben, den er dann kritisieren will. Ich bin ja gespannt, was das wird. Viel mehr als Hetze kommt bei ihm meist nicht rum. An Überschriften, Formulieren will er alles festmachen. Zu deren Imperialismus-Buch ist ihm aufgefallen, dass alles aus dem Kapital abgeschrieben ist und nur das Wort Kapitalismus durch Imperialismus ausgewechselt wurde. Es wre gut, wenn man beim Lesen eines Textes wenigstens mal seine Vorurteile beiseite lsst und versucht sich klar zu machen, was da so geschrieben wird. Man kann es ja auf Stimmigkeit überpr?fen, muss dabei aber dennoch den Gedanken folgen können, damit die Kritik dem Gegenstand auch gerecht wird.

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29.01.2010 19:49 revo.lte ist offline Beiträge von revo.lte suchen Nehmen Sie revo.lte in Ihre Freundesliste auf
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Meinetwegen kann ichs auch hier ins Forum stellen... Bin aber nicht so begeistert beim Durchlesen... Bin gerade erst etwa bei §3. Hab aber schon einiges geschrieben. Ich muss mich einfach zwingen, dann kommt das auch bald.

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Hier mal ein Essay über Politische Ökologie, das ich zu einem Buch geschrieben habe. (Bruno Latour - Das Parlament der Dinge)

Meine Fragen: Ist die Argumentation einleuchtend? Wenn nein, warum?

und

Wenn man vielleicht der Problemanalyse zustimmt, zu welchen anderen Schl?ssen könnte man gelangen?


P.S.: Bitte nicht über die Begrifflichkeiten rgern, sind weitestgehend aus dem Text übernommen.

Zitat:
Bruno Latour - Das Parlament der Dinge

Das Problem

In den letzten 30 Jahren hat ein neuer Akteur die politische Bühne betreten – die ?kologische Be-wegung. Vor dem Hintergrund der Gefahren der Atomkraft und zunehmender Zerst?rung von Wldern und Landschaften – also der â€×Natur“ – formierte sich eine soziale Bewegung, die der â€×Umwelt“ einen Platz im politischen Diskurs einrumen m?chte. Beredetes Zeugnis dieser Be-strebungen sind die sogenannten â€×gr?nen“ Parteien und verschiedenste B?rger- und Naturschutz-initiativen. Waren am Beginn vor allem der Erhalt noch bestehender Inseln der Natürlichkeit zentrales Anliegen dieser Bewegungen, ist in den letzten Jahren zunehmend die Rede von â€×Klima“ ein Gemeinplatz geworden. Die Rettung der Natur ist zur Rettung der Menschheit geworden.
Dabei ist ein interessantes Phnomen zu beobachten: Je mehr vom Klima, von der Umwelt und von der Natur gesprochen wird, umso undeutlicher wird, was damit gemeint ist. Scheinbar objektive Begriffe sind lngst Gegenstand der politischen Deutung geworden und damit umkmpfte diskursive Schlachtfelder. Wenn man so will, dann ist die ?kologische Bewegung lngst an ihrem Ziel angekommen – nur ohne dabei etwas erreicht zu haben. Dieses Scheitern der Ökologie ist nicht zwangslufig als Folge politischer Fehler zu verstehen, denn institutionell sind die ?kologischen Bewegungen lngst verankert. Das Problem liegt tiefer. Es besteht darin, dass die Ökologen im Grunde nur reproduziert und expliziert haben, was ohnehin schon immer Teil der europischen Konzeption von Politik war.
Die Natur ist in der Politik immer präsent gewesen. Sie ist geradezu eine Grundlage abendlndischer Politik gewesen. Immer wenn zur Begründung der Politik auf natürliche Gegebenheiten verwiesen wurde, immer dann, wenn die Rede von der â€×Natur“ des Menschen war – immer dann war die â€×Natur“ integraler Bestandteil der Politik. Von daher brauchte es keiner ?kologischen Bewegung, um die Natur in die Politik zu bringen.
Die Grundkonfiguration des europischen Verhltnisses von Natur und Gesellschaft wird am besten durch Platons H?hlengleichnis repräsentiert: Die Menschen sind in einer H?hle gefangen und gefesselt - nur in der Lage Schatten der realen Außenwelt zu erkennen. Die M?glichkeit zur vollkommenen Erkenntnis der Welt ist ihnen unmöglich. Jedoch existieren einzelne Menschen, denen es durch M?he gelingt sich von den Fesseln zu befreien, und die wahren Dinge zu schauen. Diese kehren in die H?hle zur?ck und verk?nden den Gefangenen ihre Einsichten in die reale Welt. Auch wenn Platon vor allem auf sein Konzept der Ideen anspielt, so lsst sich der Mythos auf das Verhltnis von Gesellschaft und Natur übertragen. Wir, die in Gesellschaft und Meinungen Gefangenen verf?gen über keine unbestreitbare Objektivitt. Die â€×Natur“ jedoch existiert außerhalb von uns und ohne unser Zutun. Die Wandernden sind heute nicht mehr die Philosophenk?nige Platons, sondern die verstehenden Naturwissenschaftler. Unsere Welt ist geteilt in zwei Sphren: die des Subjektiven, Strittigen – kurzum des Sozialen und die der Objektivitt, der unbestreitbaren Faktizitt – kurz der â€×Natur“.
Will man eine politische Ökologie im eigentliche Sinne formulieren, so muss man nicht die Frage nach der â€×Natur“ stellen, sondern danach in welchem Verhltnis â€×Natur“, â€×Politik“ und â€×Wissenschaft“ stehen. Die Politik ist solange eine Sklavin der Natur, wie sie sich ohne Gegenwehr den Zwngen der Natur beugt, die ihr durch die Wissenschaft verk?ndet werden. Jedes Gespräch verliert seine Bedeutung, jeder Streit wird gegenstandslos, wenn am Ende die Natur das entscheidende Argument ist, dem es nichts mehr entgegenzusetzen gibt. Die Natur, oder besser was wir als Natur begreifen paralysiert und neutralisiert die Politik als Ort der Aushandlung von Handlungsoptionen. Politik ist nichts anderes mehr als das Bestimmen von technischen Verfahrensweisen, mit denen den natürlichen Zwngen und Imperativen Rechnung getragen wird. Der Politiker ist der Ingenieur, der die Erkenntnisse des Forschers in sein Tun einbezieht und sich so notwendig immer weiter vom Ideal der Demokratie abwendet.
Will man die Politik und damit in letzter Konsequenz unseren Status als Subjekte retten, dann muss das Verhltnis von Politik, Natur und Wissenschaft neu formuliert werden. Kurzum: Wir müssen Politische Ökologie in einem Sinn betreiben, dass wir nicht mehr fragen â€×Was machen wir mit der Natur?“, sondern â€×Was macht die Natur wie mit uns?“ Wir müssen die Natur aufgeben und ein neues Kollektiv definieren.
Die Einwnde gegen diese Fragestellung liegen sofort auf der Hand. Wer solche Vorstellungen ver-tritt, solle doch mal versuchen aus dem 20. Stock eines Hochhauses zu springen, und dann darüber zu reden, ob die Schwerkraft oder der Betonboden wirklich so existierten, wie es die Naturwissenschaft erklärt. Dabei geht es hier gar nicht um die Frage, ob die Außenwelt wirklich existent ist oder nur ein Konstrukt. Es geht darum zu fragen, wie sich diese Außenwelt konstituiert und das für das Soziale bedeutet. Die Sprecherrollen waren bisher klar verteilt. Zunchst der Wissenschaftler, der bestimmte Zusammenhnge erklärt, dann der Politiker, der die Bedeutungen interpretiert und schließlich die Masse der H?hlengefangenen, die zum Zuhören und Befolgen der Interpretationen verdammt sind. Nimmt man die Rede von der Demokratie ernst, so müssen wir die H?hle einreißen und die Grenzen zwischen uns und der Umwelt neu ziehen.
Der L?sungsvorschlag

Wie wir gesehen haben, hat die Natur die Politik paralysiert und wir die H?hle trotz aller Aufklrungsrhetorik nicht verlassen. Wie lsst sich dieser Zustand verndern? In dem das Ancien Régime des alten Zweikammerparlaments aus Gesellschaft und Natur durch ein anderes ersetzen. Doch wie lassen sich die B?rger des neuen Kollektivs bestimmen? Wenn wir den alten Fehler der voreiligen Naturalisierung nicht wiederholen wollen, dann müssen wir uns das neue Kollektiv als zusammengesetzt aus Menschen und nicht-menschlichen Wesen vorstellen. Damit diese Konstituierung stattfinden kann, müssen die Fhigkeiten zwischen Menschen und nicht-menschlichen Wesen neu verteilt werden. Es mag bizarr anmuten, dass Tieren und Objekten auf einmal â€×Stimmrecht“ eingerumt werden soll. Es ist klar, dass sich dabei nur um hybride Akteure aus Menschen und nicht-menschlichen Wesen handeln kann. Nehmen wir hierfür das Beispiel einer Pistole und eines Menschen. Wenn der Mensch die Pistole in die Hand nimmt, dann ergeben sich für diese Einheit Mensch-Pistole andere Handlungsoptionen als vorher. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die Pistole nicht nur ein Werkzeug des Menschen ist, sondern durch seine Beschaffenheit dermaßen stark auf den jeweiligen Menschen wirkt, dass eine neue handelnde Einheit entsteht. In Abgrenzung zum alten Begriff des Akteurs, der auf den Menschen reduziert war, soll daher von Aktanten gesprochen werden. Aktanten (Mensch-Ding) und Akteure formen also das neue Kollektive unter bestimmten Voraussetzungen.
Die erste Voraussetzung ist die Neuverteilung der Fhigkeit zu sprechen. Und zwar in einem negativen Sinne. Allen Sprechern soll misstraut werden. Sowohl den Interpretationen der Gegen-stnde und Dinge durch die Menschen als auch den Implikationen der Dinge selbst. Die Relevanz von Propositionen ist nicht mehr von vornherein gegeben.
Die zweite Neuverteilung betrifft die Fhigkeit als sozialer Akteur aufzutreten. Hier wird die oben beschriebene Zusammensetzung aus Akteuren und Aktanten relevant.
Die dritte Neuverteilung betrifft die Definition von Wirklichkeit und Widerspenstigkeit der Dinge.
Nach diesen 3 Neuverteilungen wird der neue Demos zusammengerufen, der definiert, welche Propositionen jetzt gut artikuliert sind. Es sind nicht mehr nur die Wissenschaften oder die Politik, die zu uns sprechen, sondern die Dinge als Streitfragen. Dabei hilft es sich zu verdeutlichen, welche urspr?ngliche Bedeutung dem Begriff â€×Ding“ innewohnt. Ein â€×Ding“ oder â€×Thing“ ist ein Ver-sammlungsort an dem sich Streitfragen oder â€×Gegenstnde“ verhandeln lassen. Ein Parlament im eigentlichen Sinne des Wortes als Ort an dem gesprochen wird. In diesem Parlament der Dinge wird verhandelt, was wirkliche Relevanz für die Mitglieder des Kollektivs hat. Wissenschaft, Ökonomie und Moral sind Sprecher unter anderen, denen nicht ohne Weiteres eine Autoritt zukommt.
Jedoch muss auch das neue Kollektiv zu Ergebnissen kommen. Dazu bedarf es einer Gewaltenteilung, sollen nicht wieder die gleichen Fehler gemacht werden, die zur alten und fehlerhaften Trennung in Natur und Gesellschaft gef?hrt haben. Aus diesem Grund wird auch die alte Trennung in Tatsachen und Werte aufgehoben. Anstelle der alten Gewalten von Natur, Politik und Wissenschaft treten neue Verfahren, die hier ebenfalls als Gewalten geschildert werden sollen.
Die erste Gewalt sichert die Forderung nach Perplexitt, das heißt sie unterdr?ckt jeden voreiligen Anspruch auf allgemeine G?ltigkeit. So wird Platz für alternative Propositionen gelassen, und damit die M?glichkeit zur Diskussion geschaffen.
Die zweite Gewalt übernimmt von den Werten das Bed?rfnis nach Hierarchie der Propositionen und von den Tatsachen das Bed?rfnis nach Institution. Es wird also auch in Zukunft Dinge geben, die wichtiger sind als andere und eben auch Institutionen, die den Propositionen der Dinge Rechnung tragen.
Durch diese Gewaltenteilung, die sich wie ein Ober- und ein Unterhaus gestalten, wird definiert, was dem neuen Kollektiv angehört und was für es relevant ist. Arbeitet die erste Gewalt entsprechend ihrer Aufgaben, so ist der Empfang in der zweiten Gewalt erschwert. Es ist also eine Vorauswahl getroffen worden. Im Unterhaus der zweiten Gewalt wird dann letztendlich definiert, was zum Kollektiv gehört und was ausgestoßen wird als neue Außenwelt. Was also als nicht verhandel- oder vernderbar angesehen wird. Auf diese Weise entstehen auch neue Fragestellungen und Herausforderungen, die die Wissenschaft auch endlich einen mit der Demokratie vereinbar machen.
Um diesen Prozess zu gestalten, bedarf es aber einer weiteren dritten Gewalt. Es bedarf einer Ver-laufskontrolle, die den Prozess des Parlaments der Dinge begleitet. Dazu ist es wichtig, dass nicht der moderne Zeit- und Fortschrittsbegriff Anwendung findet. Er ist mitverantwortlich für die alte Trennung der Welt in Objekte und Subjekte. Der nicht-modernistische Zeitpfeil ist nicht geradlinig auf ein Ziel ausgerichtet, sondern offen. Die Verlaufskontrolle wird eine neue Form der Regierungskunst darstellen, die diplomatisch zwischen dem Anspruch des Parlaments der Dinge auf Verhandlung der Gegenstnde und dem Anspruch des Kollektivs auf Ergebnisse vermitteln wird.
Auf diese Weise wird der Frieden zwischen den Wissenschaften hergestellt und eine neue ge-meinsame, gute Welt definiert werden können, in der die Politik wieder in einen Stand versetzt wird, die ihr durch die â€×Natur“ und die â€×Wissenschaft“ genommen wurde.


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Zitat:
Waren am Beginn vor allem der Erhalt noch bestehender Inseln der Natürlichkeit zentrales Anliegen


W?rde ich widersprechen. Gerade der Anti-Atombewegung ging es z.B. um etwas anderes als "Inseln der Natürlichkeit".

Zitat:
Wenn man so will, dann ist die ?kologische Bewegung lngst an ihrem Ziel angekommen – nur ohne dabei etwas erreicht zu haben.


Das Problem an dieser Argumentation ist nicht direkt, dass du "keine Erfolge" bescheinigst. Das könnte man als Meinung beurteilen, die dann argumentativ zu widerlegen wre. Das Problem ist, dass du von Diskursen redest (!) und im nchsten Satz davon, dass sich nichts verndert hat. Gerade aber die Diskursanalyse ist zu einem großem Teil anti-positivistisch, d.h. nicht alles muss sich in Form von staatlichen und internationalen Beschl?ssen usw. materialisieren, es kann auch den Weg über Mindstates gehen, zumal die M?hlen der B?rokratie bekanntlich um ein Vielfaches langsamer mahlen. In diesem Kontext finde ich den Satz deswegen fragw?rdig.

Zitat:
Die Menschen sind in einer H?hle gefangen und gefesselt - nur in der Lage Schatten der realen Außenwelt zu erkennen. Jedoch existieren einzelne Menschen, denen es durch M?he gelingt sich von den Fesseln zu befreien, und die wahren Dinge zu schauen. Diese kehren in die H?hle zur?ck und verk?nden den Gefangenen ihre Einsichten in die reale Welt.


Sorry, stimmt nicht. Die Menschen schauen an eine Wand und sehen die Schatten, ja. Das sind aber nicht die Schatten der realen Außenwelt, sondern von Dingen, die hinter ihrem R?cken an ihnen vorbeigetragen werden. Die Schatten werden über ein Feuer (in Analogie zur Sonne) an die Wand geworfen. Das ist für Platon eine wichtige Unterscheidung für mögliche Erkenntnisformen, daher sollte man hier penibel sein. EDIT: Die reale Außenwelt ist eine weitere Erkenntnisstufe und die Einsicht, dass die Sonne der Grund für die Helligkeit ist, das ist Platons Philosophenk?nig.

Und Platon sagt nicht, dass es ihnen durch M?he gelingt: Wie sich die Menschen befreien, lsst er komplett offen. Sonst macht das auch alles kein Sinn. Warum sollte jemand, der Schatten für die Wahrheit hlt, jemals versuchen, sich zu befreien, wenn er nicht um Existenz einer anderen Welt Bescheid weiß?

Zitat:
Die Wandernden sind heute nicht mehr die Philosophenk?nige Platons, sondern die verstehenden Naturwissenschaftler. Unsere Welt ist geteilt in zwei Sphren: die des Subjektiven, Strittigen – kurzum des Sozialen und die der Objektivitt, der unbestreitbaren Faktizitt – kurz der â€×Natur“.


Find ich gut.

Zitat:
Die Politik ist solange eine Sklavin der Natur, wie sie sich ohne Gegenwehr den Zwngen der Natur beugt, die ihr durch die Wissenschaft verk?ndet werden.


Das ist jetzt komisch. Wenn die Natur ein Fakt ist, dann "beugt" sich die Politik ja schließlich Fakten. Positiv ausgedr?ckt: Sie handelt rational und "natürlich".

Zitat:
Die Natur, oder besser was wir als Natur begreifen paralysiert und neutralisiert die Politik als Ort der Aushandlung von Handlungsoptionen.


Komma nach begreifen. Und was begreifen "wir" denn als Natur? "Ein Parlament im eigentlichen Sinne des Wortes als Ort an dem gesprochen wird." Hier auch, nach Ort.

Zitat:
Politik ist nichts anderes mehr als das Bestimmen von technischen Verfahrensweisen, mit denen den natürlichen Zwngen und Imperativen Rechnung getragen wird. Der Politiker ist der Ingenieur, der die Erkenntnisse des Forschers in sein Tun einbezieht und sich so notwendig immer weiter vom Ideal der Demokratie abwendet.


Auch hier: Du machst einen monolithischen Block des Forschers auf und stellst diesem Personenkreis dann die Politiker entgegen. Das ist zu vereinfachend. Wenn es dich interessiert, dann kannst du gerne im Bereich der epistemic communities weiterlesen. Das scheint mir auch die grundlegende Kritik an deinem ersten Teil zu sein. Zu simpel. Vielleicht, weil du es musst, ist ja "nur" ein Essay, aber du wolltest die Kritik.

Zitat:
s ist klar, dass sich dabei nur um hybride Akteure aus Menschen und nicht-menschlichen Wesen handeln kann. Nehmen wir hierfür das Beispiel einer Pistole und eines Menschen. Wenn der Mensch die Pistole in die Hand nimmt, dann ergeben sich für diese Einheit Mensch-Pistole andere Handlungsoptionen als vorher. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die Pistole nicht nur ein Werkzeug des Menschen ist, sondern durch seine Beschaffenheit dermaßen stark auf den jeweiligen Menschen wirkt, dass eine neue handelnde Einheit entsteht. In Abgrenzung zum alten Begriff des Akteurs, der auf den Menschen reduziert war, soll daher von Aktanten gesprochen werden. Aktanten (Mensch-Ding) und Akteure formen also das neue Kollektive unter bestimmten Voraussetzungen.


Guter Gedankengang.

Zitat:
Was also als nicht verhandel- oder vernderbar angesehen wird. Auf diese Weise entstehen auch neue Fragestellungen und Herausforderungen, die die Wissenschaft auch endlich einen mit der Demokratie vereinbar machen.


Da stimmt was nicht im Satzbau.

Ansonsten: Ich finde, dass die Wissenschaftsh?rigkeit, die du zu bemerken scheinst, nicht wirklich so konstituierend ist, weder für Politiker, noch für die Gesellschaft. Es ist bereits gesellschaftlicher Standard, dass gerade die Wissenschaft (Statistik als Paradebeispiel) im Verdacht steht, zu l?gen. Da ergibt sich die Glaubw?rdigkeit ja auch erst nach quantitativer Gutheißung von "berechtigten" Stellen. Heißt: Wenn 100 Verschw?rer einen Artikel von Van Helsing feiern, heißt das nichts. Wenn aber die New York times, die Zeit, der Campus-Verlag und Wissenschaftler in ihrer Funktion als Gatekeeper darauf hinweisen, dann gewinnt es an Autoritt. Darum denke ja auch alle, dass Klimawandel scheiße ist. Weil es hinreichend autorisierte Quellen als wahr beschreiben. Von daher sehe ich nicht, dass dein Essay, oder in diesem Fall die Position Latours wirklich einen neuen Gedankenn in den Raum wirft, sondern vielmehr ein Problem konstruiert und dann die L?sung vorzugeben scheint.

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Zitat:
Original von [ei:kei:]
Beredetes Zeugnis


sry, da hab ich dann aufgehört.

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Ich hab bereits nach dem ersten Satz aufgehört.

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@yakmn: Danke für das Feedback. Es ist auf jeden Fall in vielen Punkten sehr verkürzt. Da hast du schon recht.

Nur zu einem Punkt: Es geht weniger um die Wissenschaften (also die Einzeldisziplinen und ihre konkreten Propositionen über die Welt), sonder eher um die Wissenschaft. Wenn wir so wollen, dann sind ersteres die Propositionen und das zweite die Sprecherrolle. Die Propositionen sollen weiterhin gehört werden, die Sprecherrolle steht in Frage. Politische Epistemologie eben.

Schachtelstze und Kommafehler sind leider normal. Hab keinen mehr, der lektoriert. traurig

EDIT: Doch noch was zum H?hlenmythos: natürlich ist der Platon im Grund ganz anders gemeint. Es geht auch weniger um die Ideenkonzeption von Platon, als viel mehr darum, in welchem Verhltnis die H?hle, die Gefangenen und der Philosoph stehen. Und das mit der M?he und dem Philosophenk?nig ist nicht soweit hergeholt. Im "Staat" sind die Philosophenk?nige eben genau diejenigen, die erstens ausgewhlt wurden und zweites (viel entscheidender) philosophisch leben - also sich um Erkenntnis bem?hen.

Und die Gatekeeperfunktion der Wissenschaften ist es gerade, die die Subjekte entm?ndigt. Vielleicht kommt das nicht entsprechend durch, aber es soll ja gerade eine perplexe Masse an Propositionen geben, aus denen dann mittels dieser neuen Gewaltenteilung die relevanten ausdifferenziert werden sollen. Die Dinge sind eben nicht einfach so gegeben da, sondern sie sind strittig.

Ein "klassisches" Biothema macht das vielleicht deutlich: Was ist eine BSE-kranke Kuh? Geh?rt sie zur Natur, oder ist sie etwas Soziales? Oder ein Wirbelsturm?

Das sind Dinge. Streitfragen. Ob sie für uns relevant sind und wie wir sie als Kollektiv als Problemstellungen mit entsprechenden Handlungsaufforderungen interpretieren ist eben eine Streitfrage.

Die Zukunft wird eben geprgt sein von hybriden Wesen, bei denen sich die alte Teilung in Natur und Gesellschaft nicht mehr aufrechterhalten lsst. Ganz zu schweigen von der Gentechnologie. Die Frage ist eben, ob man sich der Diktatur der Naturwissenschaften unterwerfen will oder ob es andere Optionen gibt.

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