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Geschrieben von Gebull am 02.08.2007 um 19:21:

  Anarchismus vs Kommunismus - What's the difference

so ein bereich ist im ?brigen sehr gut. find ich cool sowas =)
naja mein problem liegt halt dadrin was der genaue unterschied ist zwischen Anarchismus und Kommunismus. früher in meiner rebellischen punkphase nannte ich mich anarchist weil das irgendwie "abenteuerlicher" als kommunist klang. außerdem kam ich dann nicht in erklärungsnot wenn mich leute dumm angemacht htten wie ich denn sowas wie sowje union, ddr, china oder kuba abfeiern kann. viele andere gr?nde gab es eigentlich nicht weil ich theoretisch nie so den durchblick hatte. ich wusste nur deutschland ist scheiße, kapitalismus auch und es muss endlich was passieren.
mit der zeit hab ich mich dann mehr mit der theatik auseinander gesetzt und früher oder spter st?ßt man dann natürlich auch marx und engels. seit einigen monaten würde ich sagen das ich mich ins kommunistische spektrumeinordner allerdings wieder mal eher aus identitren gr?nden als aus wirklich inhaltlichen und ich will jetzt endlich mal wissen um was genau es eigentlich geht.
was ist der unterschied, was sind die ziele, wie geht der weg dorthin. ich bin dankbar für pers?nliche erklärungen und dankbar für leicht verstndliche einf?hrungstexte. wr cool wenn ihr mir da weiterhelfen könnt.



Geschrieben von AK am 02.08.2007 um 19:50:

 

Mmmmh, is ein eher komplexes Thema, kann man aus zwei Richtungen anfangen. Einmal die historischen Urspr?nge beider Bewegungen oder eben eher theoretisch-ideologisch.

Die Frage ist was dich mehr interessiert?


Grundstzlich besteht der gr?ßte Unterschied wohl im Verhltnis zum Staat. Grob gesagt wollen AnarchistInnen den Staat sofort umwerfen und an seine Stelle die freie Assoziation der Individuen setzen. Revolution bedeutet für AnarchistInnen in erster Linie die Abschaffung des Staates.

KommunistInnen hingegen wollen den Staat zunchst "erobern" um mit den Mittel des Staates zunchst die Grundlagen für eine kommunistische Gesellschaft zu schaffen. Erst im Kommunismus stirbt der Staat dann st?ckweise ab.

Im Ziel einer Gesellschaft freier und gleicher Individuen sind sich KommunistInnen und AnarchistInnen wohl aber relativ einig.


Das ist jetzt bestimmt sehr verkürzt. Ergnzt mal.



Geschrieben von XveganfightX am 02.08.2007 um 19:56:

 

heart



Geschrieben von downburst am 02.08.2007 um 19:57:

 

K + F = (A)
kommunismus und freiheit ergeben zusammen anarchie



Geschrieben von Stalingrad43 am 02.08.2007 um 19:58:

 

Zitat:
KommunistInnen hingegen wollen den Staat zunchst "erobern" um mit den Mittel des Staates zunchst die Grundlagen für eine kommunistische Gesellschaft zu schaffen. Erst im Kommunismus stirbt der Staat dann st?ckweise ab.


Dies entspricht wohl eher dem leninistischen Etappenmodell und nicht der anti-staatlichen Diktatur des Proletariats. *klugscheiß*



Geschrieben von revo.lte am 02.08.2007 um 20:00:

 

Anarchismus ist allgemein etwas unklar. Wie will man schon ideologischen Mist wie den "Anarcho-Kapitalismus" mit zum Beispiel dem Anarchosyndikalismus unter den allgemeinen Begriff "Anarchismus" zusammenfassen? Und wenn sich die Kritik dann eben nur auf den Staat konzentriert, dann fehlt da eine wichtige Analyse des Kapitalismus. Und vor allem wird die Ausbeutung von ArbeiterInnen auch als Herrschaft definiert und deshalb abgelehnt? Nebenbei war die Welt vor Nationalstaaten auch nicht schön.
Wie das ganze historische Zeug von anarchistischen Theoretikern verstanden wird, weiß ich nicht. Naja.



Geschrieben von revo.lte am 02.08.2007 um 20:04:

 

Zitat:
Original von downburst
K + F = (A)
kommunismus und freiheit ergeben zusammen anarchie


Was ist (A) - F ? Wenn man das mathematisch gerecht umformt dann kommt K raus. Aber was ist dann K?



Geschrieben von downburst am 02.08.2007 um 20:06:

 

wer anarchokapitalimus als anarchismus anerkennt versteht unter nationalen sozialismus wahrscheinlich eine spezielle form des kommunismus



Geschrieben von XveganfightX am 02.08.2007 um 20:06:

 

heart



Geschrieben von downburst am 02.08.2007 um 20:07:

 

Zitat:
Original von revo.lte
Zitat:
Original von downburst
K + F = (A)
kommunismus und freiheit ergeben zusammen anarchie


Was ist (A) - F ? Wenn man das mathematisch gerecht umformt dann kommt K raus. Aber was ist dann K?


K = kommunismus
F = freiheit
(A) = anarchie



Geschrieben von AK am 02.08.2007 um 20:08:

 

Zitat:
Original von Stalingrad43
Zitat:
KommunistInnen hingegen wollen den Staat zunchst "erobern" um mit den Mittel des Staates zunchst die Grundlagen für eine kommunistische Gesellschaft zu schaffen. Erst im Kommunismus stirbt der Staat dann st?ckweise ab.


Dies entspricht wohl eher dem leninistischen Etappenmodell und nicht der anti-staatlichen Diktatur des Proletariats. *klugscheiß*


Naja, eher einer gewissen materialistischen Dialektik. Deren Fehlen ist auch mein Hauptkritik am eher voluntaristisch-individualistischen Anarchismus, dem so viele anhngen.



Geschrieben von revo.lte am 02.08.2007 um 20:11:

 

Zitat:
Original von downburst
Zitat:
Original von revo.lte
Zitat:
Original von downburst
K + F = (A)
kommunismus und freiheit ergeben zusammen anarchie


Was ist (A) - F ? Wenn man das mathematisch gerecht umformt dann kommt K raus. Aber was ist dann K?


K = kommunismus
F = freiheit
(A) = anarchie


Die Abk?rzungen waren mir schon klar. Zunchst ist "Freiheit" jedoch ein ziemlich abstrakter Begriff, aber warum ist diese "Freiheit" im Kommunismus nicht vorhanden?



Geschrieben von revo.lte am 02.08.2007 um 20:14:

 

Zitat:
Original von downburst
wer anarchokapitalimus als anarchismus anerkennt versteht unter nationalen sozialismus wahrscheinlich eine spezielle form des kommunismus


KommunistInnen berufen sich meistens immer auf Marx, aber es gibt im Vergleich dazu ja nicht DEN anarchistsischen Theoretiker. Von daher lsst sich diese Form des Anarchismus nicht so leicht von der "eigentlichen" abgrenzen.



Geschrieben von downburst am 02.08.2007 um 20:27:

 

Zitat:
Original von revo.lte
Zunchst ist "Freiheit" jedoch ein ziemlich abstrakter Begriff, aber warum ist diese "Freiheit" im Kommunismus nicht vorhanden?


w?sste ich auch gerne
ist aber so

anarchie steht für eine herrschaftsfreie gesellschaft kapitalismus ist herrschaftsfürmig also kann anarchokapitalismus nicht anarchistisch sein anarchismus ist grundstzlich schon nach der definition antikapitalistisch



Geschrieben von moleskine. am 02.08.2007 um 20:28:

 

Zitat:
Original von AK47
KommunistInnen hingegen wollen den Staat zunchst "erobern" um mit den Mittel des Staates zunchst die Grundlagen für eine kommunistische Gesellschaft zu schaffen. Erst im Kommunismus stirbt der Staat dann st?ckweise ab.

Nein, das ist so nicht richtig. Die MarxistInnen haben aus der Geschichte der Pariser Kommune gefolgert, dass der b?rgerliche Staat ein Mittel zur Unterdr?ckung der ArbeiterInnenlasse ist, von daher muss der b?rgerliche Staat zerst?rt und der proletarische Staat errichtet werden.
Es ist nicht möglich den b?rgerlichen Staat einfach "umzudrehen", und für den Aufbau des Sozialismus zu nutzen wie du andeutest. Das wre eine stark objektivistische Sichtweise, in der der Staat als bloßes "Werkzeug" begriffen wird.
Wobei sich in der Staatsfrage die kommunistischen TheoretikerInnen sehr uneinig sind: Rosa Luxemburg sah die Prolematik anders als Lenin und Lenin anders als Gramsci.



Geschrieben von downburst am 02.08.2007 um 20:32:

 

Zitat:
Original von revo.lte
KommunistInnen berufen sich meistens immer auf Marx, aber es gibt im Vergleich dazu ja nicht DEN anarchistsischen Theoretiker.


stimmt personenkult wird im anarchismus NICHT GROßGESCHRIEBEN
das bedeutet allerdings nicht dass es keine gemeinschaftlichen positionen welche den anarchismus ausmachen gibt



Geschrieben von revo.lte am 02.08.2007 um 20:35:

 

Zitat:
Original von downburst
Zitat:
Original von revo.lte
KommunistInnen berufen sich meistens immer auf Marx, aber es gibt im Vergleich dazu ja nicht DEN anarchistsischen Theoretiker.


stimmt personenkult wird im anarchismus NICHT GROßGESCHRIEBEN
das bedeutet allerdings nicht dass es keine gemeinschaftlichen positionen welche den anarchismus ausmachen gibt


Das hat nichts mit Personenkult zu tun.

Ansonsten steht der Kommunismus auch für eine klassenlose und herrschaftsfreie Gesellschaft. So ganz nebenbei.



Geschrieben von downburst am 02.08.2007 um 20:39:

 

anarchismus zustzlich noch für die GRÖßTMÖGLICHE individuelle freiheit des menschen



Geschrieben von moleskine. am 02.08.2007 um 20:54:

 

Das ist das Unterboard für AnfngerInnen und EinsteigerInnen. Wenn ihr euch über Freiheitsbegriffe jedweder Art unterhalten wollt, macht bitte einen gesonderten Thread dazu auf, ok?

Hier soll in erster Linie Gebull in seinem Anliegen geholfen werden, also weniger Spezialdiskussionen und mehr Allgemeinpltze.


Edit: Ich hab des jetzt mal geteillt und nach Maindiscussion verschoben.



Geschrieben von AK am 02.08.2007 um 20:56:

 

Geiler Allgemeinplatz und provokante These zugleich:

Der Anarchismus ist das Anzustrebende, der Kommunismus das Machbare.


So, und jetzt sagt was!!!111


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